Wimbledon 2026: Sinner ohne Matchpraxis, Williams-Comeback und Rekordpreisgeld
Am Montag, dem 29. Juni 2026, beginnt in London das Wimbledon-Tennisturnier – das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Das Teilnehmerfeld ist auf der Herren-Seite bereits vor dem Start von einem prominenten Ausfall geprägt: Carlos Alcaraz ist verletzt und nimmt nicht teil.
Eines der meistbeachteten Ereignisse des Turniers ist das Einzel-Comeback von Serena Williams. Die 44-Jährige, die 23 Grand-Slam-Titel im Einzel gewonnen hat, bestreitet ihr erstes Grand-Slam-Einzelmatch seit fast vier Jahren. Zum Auftakt trifft sie auf die Australierin Maya Joint. Zudem tritt sie gemeinsam mit ihrer Schwester Venus Williams, 46, im Doppel an.
Sinner und Zverev im Fokus der Herren
Jannik Sinner reist ohne jüngliche Turnierspielpraxis nach Wimbledon. Bei den French Open 2026 schied er in Runde zwei gegen Juan Manuel Cerundolo aus – trotz einer zwischenzeitlichen Führung von 6:3, 6:2, 5:1 verlor er das Match noch in fünf Sätzen. Seitdem hat er kein Turniermatch mehr bestritten. Im Anschluss an die Niederlage hatte Andre Agassi öffentlich Kritik geäußert, unter anderem an der Vorbereitung und einer möglichen mangelnden Flüssigkeitszufuhr. Sinners Coach Darren Cahill stellte sich daraufhin schützend vor seinen Spieler.
French-Open-Sieger Alexander Zverev tritt als weiterer Topkandidat an. Bei neun Wimbledon-Teilnahmen erreichte er dreimal das Achtelfinale als bestes Ergebnis; im Vorjahr schied er bereits in der ersten Runde aus. Novak Djokovic, 39, befindet sich im Tableau in derselben Hälfte wie Sinner. Der Serbe hatte Sinner im Halbfinale der Australian Open 2026 besiegt, das Finale dort jedoch gegen Alcaraz in vier Sätzen verloren.
Swiatek verteidigt Titel, Sabalenka ohne Rasen-Erfolg
Bei den Frauen geht Iga Swiatek als Titelverteidigerin ins Turnier. Sie hatte das Wimbledon-Finale 2025 gegen Amanda Anisimova ohne Satzverlust gewonnen und die French Open insgesamt viermal für sich entschieden. Zuletzt schied sie bei den French Open 2026 im Achtelfinale aus; seit September 2025 hat sie kein Endspiel auf der Tour erreicht.
Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, Siegerin der Australian Open 2026, stand bislang noch nie im Wimbledon-Finale und hat auf Rasen noch kein Turnier gewonnen. Jelena Rybakina, Wimbledon-Siegerin 2022, verlor zuletzt früh in Queen’s Club London und in Berlin. French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa schied in Bad Homburg früh aus, Coco Gauff in Berlin im Achtelfinale.
Rekordpreisgeld und Spielerproteste
Das Gesamtpreisgeld bei Wimbledon 2026 beträgt 64,2 Millionen Pfund, umgerechnet rund 74,4 Millionen Euro – eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sieger und Siegerin erhalten jeweils 4,16 Millionen Euro. Der Anteil der Spielerinnen und Spieler an den Gesamteinnahmen liegt bei knapp 15 Prozent.
Die bei den French Open begonnenen Protestmaßnahmen der Topspieler werden in Wimbledon fortgesetzt. In der ersten Turnierwoche ist die Medienzeit auf 15 Minuten reduziert.








