WM-Viertelfinale: Frankreich trifft in Boston auf Marokko
Im WM-Viertelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 treffen Frankreich und Marokko am Donnerstag in Boston aufeinander. Anpfiff ist um 22.00 Uhr MESZ, ORF1 überträgt das Spiel ab 20.15 Uhr live.
Beide Teams begegneten sich zuletzt vor vier Jahren im WM-Halbfinale in Katar, das Frankreich mit 2:0 gewann. Marokko hatte damals als erstes afrikanisches Team überhaupt ein WM-Halbfinale erreicht.
Frankreich mit starker Bilanz
Die französische Mannschaft kommt mit fünf Siegen und einem Torverhältnis von 14:2 ins Viertelfinale. Im Achtelfinale setzte sich Frankreich gegen Paraguay mit 1:0 durch. Zur offensiven Ausrichtung gehören Kylian Mbappe, Ousmane Dembele, Bradley Barcola und Michael Olise. Mbappe erzielte bei dieser WM bisher sieben Treffer und liegt damit in der Torschützenliste gleichauf mit Erling Haaland. Nur Lionel Messi traf bislang häufiger, mit acht Treffern. Teamchef Didier Deschamps wird von Guy Stephan als Assistent unterstützt. Mittelfeldspieler Aurelien Tchouameni zog sich im Spiel gegen Paraguay eine Verletzung zu; ob er einsatzbereit ist, ist offen.
Marokko unter neuem Teamchef
Marokko tritt als amtierender Afrikameister an. Seit März steht Mohamed Ouahbi, 49, als Teamchef an der Spitze der Mannschaft. Unter seiner Führung ist Marokko in zehn Spielen ungeschlagen geblieben – mit sechs Siegen und vier Unentschieden. Ouahbi führte Marokko im vergangenen Jahr zum Titel bei der U20-Weltmeisterschaft. Als Assistenztrainer steht ihm Joao Sacramento zur Seite. Mittelfeldspieler Ismael Saibari schied im Achtelfinale mit einer Muskelverletzung aus.
Bouaddi: Wechsel von Frankreich zu Marokko
Besondere Aufmerksamkeit gilt Ayyoub Bouaddi. Der 18-jährige Mittelfeldspieler von OSC Lille, dessen Marktwert auf 50 Millionen Euro geschätzt wird, durchlief sämtliche französische Nachwuchsmannschaften und war zuletzt Kapitän der französischen U21. Erst Mitte Mai entschied er sich für eine Karriere im marokkanischen Nationaltrikot. Bouaddi studiert nebenbei Mathematik.
Frankreich und Marokko verbindet auch eine demografische Besonderheit: In Frankreich leben rund zwei Millionen Marokkaner und Menschen mit marokkanischen Wurzeln.





