Steiermark rüstet auf: 25 Millionen Euro für neue Feuerwehrausrüstung und Katastrophenschutz
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Steiermark investiert in Feuerwehr-Ausrüstung und Katastrophenschutz

Die steirischen Feuerwehren haben neue Gerätschaften und Ausrüstung im Wert von rund 3,6 Millionen Euro erhalten. Die Anschaffungen sind Teil eines Feuerwehr-Investitionspakets des Landes Steiermark.

Die Übergabe der ersten Teillieferung erfolgte in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring im Bezirk Leibnitz. Nach Angaben des Landes Steiermark umfasst das Investitionspaket ein Volumen von rund 25 Millionen Euro; Landeshauptmann Mario Kunasek nannte ein Volumen von 25,5 Millionen Euro.

Zu den übergebenen Gerätschaften zählen leistungsstarke Stromaggregate, Hochwasserpumpen, Sandsackfüllmaschinen und ergänzende Spezialausrüstung für den Katastropheneinsatz. Die neuen Geräte sollen künftig in allen steirischen Regionen eingesetzt werden und die Möglichkeiten der Feuerwehren bei Hochwasserereignissen, Stromausfällen und großflächigen Schadenslagen erweitern.

Die Hochleistungspumpen ermöglichen das Fördern großer Wassermengen bei Überflutungen. Die mobilen Stromaggregate sollen die Versorgung kritischer Infrastruktur sowie den autarken Betrieb von Einsatzstellen sicherstellen. Die Sandsackfüllmaschinen dienen der raschen und effizienten Vorbereitung von Schutzmaßnahmen.

Verteilung der Ausrüstung in der Steiermark

Rollcontainer mit Gerätschaften werden bei den bestehenden LUF-Standorten FF Kraubath, FF Ardning, FF Picheldorf, FF Mooskirchen, FF Steinhaus und bei der Berufsfeuerwehr Graz stationiert. Sandsackfüllmaschinen sind bei den Feuerwehren Oberdorf am Hochegg, Straß in Steiermark, Trofaiach, Mürzhofen, Gruisla und Hetzendorf untergebracht.

Die Sandsackfüllmaschinen ermöglichen die rasche Befüllung großer Mengen an Sandsäcken mit vergleichsweise geringem Personalaufwand. Die Stützpunktfeuerwehren wurden direkt im Anschluss an die Übergabe auf die neuen Gerätschaften eingeschult.

Aussagen von Feuerwehrführung und Landespolitik

Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried verwies auf herausfordernde Einsätze der vergangenen Monate. Er nannte dabei die Schneelage im Februar, das Sturmtief Marlies Ende März und den Waldbrand in der Gemeinde Eisbach-Rein. Leichtfried erklärte, dass guter Katastrophenschutz lange vor dem eigentlichen Einsatz beginnt und Planung, Ausbildung sowie passende Ausrüstung braucht. Die Anforderungen im Katastrophenschutz würden laufend steigen, die Feuerwehren seien auf moderne Technik und starke Partner angewiesen.

Landeshauptmann Mario Kunasek, der der FPÖ angehört, bezeichnete die erste Teillieferung aus dem Feuerwehr-Investitionspaket als wichtigen Schritt zur Stärkung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehren und zur Absicherung der Sicherheit in der Steiermark. Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom von der ÖVP erklärte, dass rund 50.000 Kameradinnen und Kameraden in den Freiwilligen Feuerwehren in der Steiermark tätig sind. Die Landesregierung stehe hinter den Feuerwehren und unterstütze sie bei der Anschaffung moderner Fahrzeuge und Ausrüstung.

Modernisierung der Landesleitzentrale

Im Rahmen des Termins wurde auch die Weiterentwicklung der Landesleitzentrale präsentiert. Vorgestellt wurde eine neue digitale Lageführungssoftware mit dem Namen CommandX, die künftig eine effizientere Koordination bei Großschadenslagen ermöglichen soll.

Parallel dazu läuft die technische Modernisierung der Landesleitzentrale „Florian Steiermark“.