Junge Störche in Vorarlberg mit GPS-Sendern ausgestattet
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Naturschutzvereins Rheindelta statten in Vorarlberg junge Störche mit GPS-Sendern aus. Gleichzeitig werden die Jungvögel beringt.
Dafür werden Storchenhorste in ganz Vorarlberg mit einem Steiger angefahren. Nach Angaben des Naturschutzvereins gibt es Störche vom Bodensee bis Feldkirch.
Einsatz an den Nestern
Rangerin Ursula Schelling steigt mit dem Steiger zu einem der Storchennester hinauf. In einem beschriebenen Nest können sich bis zu fünf Jungvögel befinden. Auf einem Baum befinden sich insgesamt acht Storchennester.
Während sich der Steiger einem Nest nähert, beobachtet die Storchenmutter die Situation und verlässt den Horst kurz vor Erreichen des Nests. Die Jungvögel bleiben in diesem Fall regungslos im Nest liegen. An den Beinen zweier Jungstörche bringt Schelling jeweils einen Ring und einen kleinen Sender an.
Moderne Technik zur Beobachtung
Früher wurden Störche mit kleinen „Rucksäcken“ ausgestattet. Heute werden moderne Sender direkt an den Beinen der Störche befestigt. Die Geräte sollen rund zehn Jahre lang halten.
Die Sender übertragen per GPS die Flugrouten der Störche. Eingebaute Beschleunigungssensoren liefern zusätzlich Informationen über den Gesundheitszustand der Tiere.
Mehr Störche in Vorarlberg
In Vorarlberg soll es inzwischen mehr als 100 Storchennester geben. Im Vergleich zu vor 30 Jahren gibt es heute deutlich mehr Störche in der Region.
Walter Niederer, Geschäftsführer des Naturschutzvereins Rheindelta, führt diese Entwicklung unter anderem auf den Klimawandel zurück. Durch wärmere Temperaturen würden sich die Bedingungen für die Störche verbessern. Außerdem sorge das häufigere Mähen der Wiesen nach seinen Angaben dafür, dass die Tiere leichter Nahrung finden.








