Pensionistenverband kritisiert geplante Pflegegeldreform
Die geplante Reform des Bundespflegegeldgesetzes sorgt beim Pensionistenverband für Kritik. Besonders bemängelt wird die vorgesehene Regelung zum Zuschuss für pflegende Angehörige.
Nach den Plänen soll der sogenannte Angehörigenbonus weiterhin erst ab Pflegestufe vier ausbezahlt werden. Menschen in Pflegestufe drei hätten damit keinen Anspruch auf diesen Zuschuss.
In Österreich richtet sich das Ausmaß des Pflegegeldes nach dem Pflegebedarf. Es gibt sieben Pflegestufen. Pflegestufe drei entspricht einer Pflegeleistung von mehr als 120 Stunden pro Monat, Pflegestufe vier einem Pflegebedarf von mehr als 160 Stunden pro Monat.
Nach der aktuellen Pflegegeldstatistik befinden sich 94.046 Menschen in Österreich in Pflegestufe drei. Der Pensionistenverband kritisiert, dass pflegende Angehörige dieser Gruppe vom Angehörigenbonus ausgeschlossen seien, weil die Leistung weiterhin erst ab Pflegestufe vier gewährt werden soll.
Herbert Striegl, Tiroler Landespräsident des Pensionistenverbands, erklärt, über 94.000 Pflegegeldbezieherinnen und -bezieher in Pflegestufe drei würden faktisch ignoriert. Pflegende Angehörige bezeichnet er als Rückgrat des Pflegesystems. Ohne deren tägliche Leistung würden mobile Dienste und stationäre Einrichtungen rasch an ihre Grenzen kommen.
Striegl fordert, dass der Angehörigenbonus bereits ab Pflegestufe drei gewährt werden soll. Der Pensionistenverband Tirol ruft die Bundesregierung dazu auf, den Angehörigenbonus entsprechend auszuweiten.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








