Stromnetz-Stabilisator im Millionenwert: Matrei in Osttirol nimmt neues Umspannwerk in Betrieb
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Neues Umspannwerk in Matrei in Osttirol offiziell in Betrieb

In Matrei in Osttirol ist am Freitag ein neues Umspannwerk offiziell in Betrieb genommen worden. Die Inbetriebnahme erfolgte im Rahmen einer Feier im Ortsteil Seblas.

Das Umspannwerk Matrei ist ein gemeinsames Projekt von Austrian Power Grid (APG) und dem Tiroler Netzbetreiber TINETZ. Die Anlage wurde in Seblas errichtet und stellt nach Betreiberangaben ein wichtiges Element für die Netzstabilität in Osttirol dar.

Am neuen Umspannwerk wurde zwei Jahre lang gebaut. Das Investitionsvolumen liegt im Millionenbereich, die Kosten für die Anlage in Seblas betrugen 46,5 Millionen Euro. Parallel zur Errichtung des Umspannwerks wurden in Osttirol Stromleitungen sowie kleinere Umspannstationen verstärkt und ausgebaut oder werden noch ausgebaut.

Betreiberangaben zufolge soll durch das Umspannwerk die Ausfallsicherheit der Stromversorgung in Osttirol verbessert werden. Zudem ermögliche die Anlage eine verstärkte Einspeisung überschüssiger Energie aus Kleinwasserkraftwerken und Photovoltaikanlagen in das allgemeine Stromnetz.

Hinweise auf wachsenden Netzausbaubedarf

Gerhard Christiner, Vorstandssprecher der Verbund-Tochter APG, erklärte, die Stromproduktion aus Sonne und Wind sei in den vergangenen Jahren in Österreich schneller gewachsen als das Stromnetz. APG bilde mit ihren Hochspannungsleitungen das Rückgrat des österreichischen Stromnetzes.

Ohne ausreichende Netze könne erneuerbare Energie nach seinen Angaben nicht integriert und nicht dorthin gebracht werden, wo sie gebraucht wird. Die aktuelle Situation verursache zusätzliche Kosten für Stromkunden. APG plant laut Christiner bis zum Jahr 2035 Investitionen von neun Milliarden Euro in den Netzausbau in Österreich.

TINETZ-Geschäftsführer Thomas Rieder verwies auf Anstrengungen für den notwendigen Ausbau des Stromnetzes. Laut TINETZ werden in die Stromversorgung des Bezirks Osttirol in den Jahren 2014 bis 2030 insgesamt 92 Millionen Euro investiert.