Studiengebühren vs. Uni-Finanzierung: Rektor der Universität Salzburg befürchtet Instabilität im Bildungssystem
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Diskussion um Unifinanzierung und Studiengebühren in Österreich

In Österreich wird derzeit über die Finanzierung der Universitäten und die Rolle von Studiengebühren diskutiert. Der Rektor der Universität Salzburg, Bernhard Fügenschuh, spricht sich dabei gegen Studiengebühren in der aktuell diskutierten Form aus.

Fügenschuh betont die Bedeutung einer ausreichenden Finanzierung der Hochschulen und verweist auf die Rolle von Forschung und Innovation für die Wirtschaft.

Universitätsbudget und Sparpläne

Die Universität Salzburg verfügt über ein Jahresbudget von rund 200 Millionen Euro. Laut Berichten befürchten Universitäten, dass ihnen im Zuge von Sparplänen der Bundesregierung bis 2030 deutlich weniger Mittel zur Verfügung stehen könnten, als sie benötigen.

Fügenschuh bezeichnet finanzielle Mittel für die Universitäten als Investition in die Zukunft. Er verweist darauf, dass auch die Wirtschaft dringend Forschung und Innovation brauche.

Fügenschuh gegen Studiengebühren als Lösung

Auf die Frage nach einer möglichen Einführung von Studiengebühren erklärte Fügenschuh in einem Interview, dass Studiengebühren in der derzeitigen Lesart und Dimensionierung „genau nichts lösen“ würden. Sie würden seiner Ansicht nach nur Unruhe in das System bringen.

Er verwies darauf, dass Universitäten, die Studiengebühren als wesentlichen Finanzierungsfaktor nutzen, mit ganz anderen Beträgen kalkulieren. Dort sei pro Jahr oder pro Semester von zehntausenden Euro an Studiengebühren die Rede.

Zugang zu Hochschulen und derzeitige Beiträge

In Österreich ist der Zugang zu staatlichen Hochschulen prinzipiell frei. Für das Studium selbst fallen den Studierenden an diesen Einrichtungen laut den vorliegenden Angaben keine Kosten an.

Studierende müssen jedoch den Beitrag an die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) zahlen. Dieser beträgt aktuell 26,20 Euro pro Semester. An den meisten österreichischen Fachhochschulen liegen die Studiengebühren demnach bei rund 360 Euro pro Semester.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit und EU-Mittel

Fügenschuh weist darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen der Stellung von Universitäten in internationalen Rankings und ihrer finanziellen Ausstattung gebe. Je weiter eine Universität vorne liege, desto mehr Geld stehe ihr zur Verfügung.

Zudem verweist er darauf, dass die Europäische Kommission das Wissenschaftsbudget für ihre Mitgliedsländer verdoppeln wolle. Um von solchen Mitteln zu profitieren, brauche es in Österreich nach seinen Angaben leistungsfähige, funktionierende Universitäten mit qualifiziertem Personal.