Parteien nutzen Tag der Arbeit in Salzburg für Aktionen
In Salzburg steht der 1. Mai traditionell im Zeichen von Maikundgebungen und politischen Veranstaltungen zum internationalen Tag der Arbeit. Mehrere Parteien und Organisationen nutzten den Feiertag für Feste, Kundgebungen und Demonstrationen.
Vor der Arbeiterkammer in Salzburg fand wie jedes Jahr ein Maifest der SPÖ statt, zu dem sozialdemokratische Gewerkschafter einluden. Parallel dazu organisierten die Grünen und die KPÖ eigene Aktionen zum Tag der Arbeit.
Maifest vor der Arbeiterkammer
Ort des SPÖ-Maifestes war erneut der Platz vor der Arbeiterkammer. Deren Präsident Peter Eder ist zugleich Gewerkschaftschef und designierter Salzburger SPÖ-Chef. In seinen Ausführungen verwies er auf eine aktuelle Erdölkrise und bezeichnete die Spritpreisbremse als nur einen ersten Schritt zur Entlastung der Bevölkerung.
Eder kritisierte, dass Beschäftigte zur Bewältigung einer Schuldenkrise belastet würden, deren Ursprung er in milliardenschweren Förderungen für Unternehmen während der Coronaviruspandemie sieht.
Grüne gegen Benachteiligung von Frauen
Die Grünen in Salzburg nutzten den internationalen Tag der Arbeit, um sich gegen die Benachteiligung von Frauen auszusprechen. Sie kritisieren, dass das vorgestellte Doppelbudget der Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS nach ihrer Einschätzung überwiegend Frauen belaste.
Nach Ansicht der Grünen werden durch das Doppelbudget Familien sowie Pensionistinnen und Pensionisten überproportional belastet. Landessprecherin Martina Berthold erklärte, aus ihrer Sicht blieben Erbschaften von zig Millionen unbesteuert, während Frauen, Familien und Pensionistinnen und Pensionisten mit neuen Abgaben belastet würden. Sie betonte, die Grünen würden nicht hinnehmen, dass die Bundesregierung Politik auf Kosten der Mitte der Gesellschaft mache, und diese Politik treffe besonders Frauen. Am 1. Mai wollten die Grünen ein klares Zeichen dagegen setzen.
Kundgebungszug der KPÖ
Die KPÖ veranstaltete am Freitagvormittag einen Kundgebungsumzug vom Salzburger Hauptbahnhof in Richtung Stadtteil Lehen. Gemeinsam mit mehr als zehn weiteren Organisationen rief sie zu dieser Aktion auf. Der Demonstrationszug stand unter dem Motto „Wohnen, Klima, Pflege – Solidarität statt Profite“ und startete um kurz nach 11.00 Uhr beim Hauptbahnhof.
Am Umzug beteiligten sich hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Route führte unter anderem am Maifest der SPÖ bei der Arbeiterkammer vorbei und weiter in Richtung Berufsschule und Seniorenwohnhaus im Stadtteil Lehen.
Kay-Michael Dankl, Bürgermeister-Stellvertreter in Salzburg und Mitglied der KPÖ Plus, erklärte, man gehe am 1. Mai auf die Straße für gute Arbeit mit Löhnen, von denen man leben kann, und für gesicherte Pensionen. Aus seiner Sicht sei die Bundesregierung bei Löhnen und Pensionen eher in die andere Richtung unterwegs. Zudem betonte er, die Wirtschaft solle nicht nur Konzernen überlassen werden, sondern brauche demokratisch beschlossene Regeln.








