Tirol knackt EU-Betreuungsziele und führt Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplatz ein
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Tirol erreicht EU-Ziele bei Kinderbetreuung und führt Vermittlungsrecht ein

Tirol führt ein Recht auf Vermittlung eines Betreuungsplatzes für Kinder ab zwei Jahren ein und wird dabei als erstes Bundesland mit einem solchen Anspruch bezeichnet. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen der Tiroler Kinderbetreuungsstatistik 2025/26, dass die EU-Zielwerte zur Betreuungsquote, das sogenannte Barcelona-Ziel, in allen Altersklassen erreicht wurden.

Im aktuellen Betreuungsjahr werden in Tirol über 43.500 Kinder unter 15 Jahren in insgesamt 1.274 Einrichtungen und Angeboten betreut. Damit liegt die Zahl der betreuten Kinder deutlich über dem Wert von rund 38.700 Kindern vor fünf Jahren.

EU-Betreuungsziele erstmals in allen Altersgruppen erfüllt

Mit der aktuellen Betreuungszahl erreicht Tirol nach Angaben des Landes erstmals in allen Altersklassen die EU-Betreuungsquoten. Bei den drei- bis fünfjährigen Kindern wird der EU-Zielwert zur Betreuungsquote übertroffen; das Land nennt hier ein Plus von 6,7 Prozentpunkten gegenüber dem Barcelona-Ziel.

Für die unter Dreijährigen sah das Barcelona-Ziel bisher 33 Prozent Betreuungsplätze nach den Kriterien des Vereinbarkeitsindikators für Familie und Beruf (VIF) vor, für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt mindestens 90 Prozent. Tirol lag bei den unter Dreijährigen bislang knapp unter diesem Vorgabewert, der Landesdarstellung zufolge wird er im aktuellen Jahr leicht überschritten.

VIF-Kriterien und Ausbau der Öffnungszeiten

Die VIF-Kriterien umfassen ein regionales, ganzjährig verfügbares Betreuungsangebot von mindestens 47 Wochen, ganztägige Öffnungszeiten und die Möglichkeit eines Mittagessens in der Einrichtung. Nach Darstellung des Landes hat die steigende VIF-Konformität der Betreuungseinrichtungen in Tirol eine große Bedeutung.

In Tirol öffnen 89 Prozent der Kinderkrippen und Kindergruppen sowie 94 Prozent der Kindergärten vor 7.30 Uhr. Insgesamt wurden die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen weiter ausgeweitet. Mehr als die Hälfte der aufgenommenen drei- bis fünfjährigen Kinder besucht eine VIF-konforme Betreuungseinrichtung.

Mehr Einrichtungen und vielfältige Betreuungsformen

Insgesamt besuchen derzeit mehr als 43.500 Kinder unter 15 Jahren eine der 1.274 Betreuungseinrichtungen in Tirol. Vor fünf Jahren waren es 1.192 Einrichtungen. Rund 33.300 Kinder sind in 945 institutionellen Betreuungseinrichtungen untergebracht, darunter 488 Kindergärten, 337 Kinderkrippen und 120 Horte.

Rund 10.200 Kinder werden in alternativen Betreuungsformen wie Kinderspielgruppen, bei Tageseltern oder in Ganztagsschulen betreut. Insgesamt sind in der Kinderbildung und Kinderbetreuung in Tirol über 6.500 Fach- und Assistenzkräfte tätig.

Zunahme bei Tageseltern und digitale Platzvermittlung

Die Zahl der Tageseltern in Tirol hat seit dem letzten Jahr zugenommen, besonders im Bereich der Betreuung von Kindern ab drei Jahren. Landesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) verweist in einem Statement darauf, dass die Verordnung angepasst worden sei, sodass auch pädagogische Fachkräfte die fachlichen Voraussetzungen erfüllen können, um als Tageseltern tätig zu sein.

Für die Platzvergabe wird die digitale Plattform FRIDA genutzt, die den Anmeldeprozess für Betreuungsplätze erleichtert. Die Beratungskampagne „FRIDA und IDA on Tour“ soll im kommenden Jahr die Nutzung der Plattform weiter vereinfachen. Anmeldungen für das Betreuungsjahr 2027/28 sind über FRIDA weiterhin möglich, ein Anspruch auf Vermittlung eines Betreuungsplatzes besteht dafür laut Angaben jedoch nicht.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.