Tirol startet wegweisendes Modellprojekt zur Verbesserung der Diabetes Typ-2-Versorgung im Bezirk Kufstein
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Modellprojekt zur Diabetesversorgung Typ 2 im Bezirk Kufstein gestartet

Im Bezirk Kufstein startet ein Modellprojekt zur Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2. Das Projekt trägt den Namen „Beratungs- und Behandlungsnetzwerk Diabetes mellitus Typ 2“ und wird ab Mai im Bezirk umgesetzt.

Laut Land Tirol bietet das Projekt einen strukturierten Behandlungsablauf und eine individuelle Betreuung für Betroffene. Langfristig sollen die Ergebnisse auf ganz Tirol ausgeweitet werden.

Ziele und Inhalte des Projekts

Das Projekt zielt laut Land Tirol darauf ab, die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes Typ 2 durch eine wohnortnahe und strukturierte Betreuung zu verbessern. Erkrankte sollen unterstützt werden, ihren Blutzuckerverlauf besser zu kontrollieren, ihre Ernährung zu optimieren und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Die Betreuung soll Betroffenen helfen, ihre Krankheit besser zu verstehen und ihr Selbstmanagement zu verbessern, insbesondere hinsichtlich der Blutzucker-Einstellung. Laut Land Tirol ist das Projekt österreichweit einzigartig.

Ablauf und Teilnahmebedingungen

Teilnehmende am Projekt durchlaufen einen Behandlungsablauf über sechs Monate. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass ein Arzt oder eine Ärztin einen Bedarf an strukturierter Schulung feststellt. Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt 18 Jahre.

Zu Beginn werden Betroffene von einem Arzt oder einer Ärztin an die Koordinationsstelle des Projekts zugewiesen. Dort erfolgt eine Erstberatung durch Fachleute. Vorgesehen sind unter anderem eine Ernährungsberatung durch eine Diätologin oder einen Diätologen sowie eine Gruppenschulung. Je nach Bedarf sind Folgeberatungen und eine telemedizinische Begleitung möglich.

Die Koordinationsstelle ist telefonisch unter +43 50 504 25 846 sowie per E-Mail unter [email protected] erreichbar.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Ein Merkmal des Projekts ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe. Unter der Koordination des Landesinstituts für Integrierte Versorgung Tirol (LIV Tirol) arbeiten Ärztinnen, Diabetesberater, Diätologen und weitere Gesundheitsfachleute zusammen. Die Zusammenarbeit soll eine individuell angepasste Betreuung ermöglichen.

Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele, Mitglied der ÖVP, wird mit der Aussage zitiert, dass Studien zeigen, dass eine frühzeitige Begleitung die Lebensqualität verbessert und das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich senkt.

Zeitraum, Kosten und Perspektive

Das Pilotprojekt wird von Mai 2026 bis Dezember 2027 durchgeführt. Die Kosten betragen 400.000 Euro. Die Hälfte der Projektkosten wird von der Sozialversicherung getragen, die andere Hälfte übernimmt das Land Tirol.

Die Erkenntnisse aus der Pilotphase sollen zur Verbesserung der Diabetesversorgung in weiteren Bezirken Tirols beitragen. Im Zusammenhang mit dem Projekt wird angegeben, dass Schätzungen zufolge in ganz Tirol etwa 70.000 Menschen von Diabetes mellitus Typ 2 betroffen sind.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.