Tirol trotzt dem Trend: Rückgang bei Arbeitslosigkeit, Zuwachs bei Beschäftigung
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Arbeitslosigkeit in Tirol im März leicht rückläufig

In Tirol waren mit Stichtag 31. März 2026 insgesamt 16.315 Personen arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 157 Personen beziehungsweise ein Prozent.

Die Arbeitslosenquote liegt in Tirol bei 4,3 Prozent und ist damit die niedrigste unter allen österreichischen Bundesländern. Parallel dazu nahm die Zahl der unselbständigen Beschäftigungsverhältnisse weiter zu.

Unterschiedliche Entwicklung nach Geschlecht und Altersgruppen

Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Männer in Tirol sank um 2,3 Prozent auf 8.969 Personen. Bei Frauen stieg die Arbeitslosigkeit hingegen um 0,7 Prozent auf 7.346 Personen.

Bei Jugendlichen sowie bei Drittstaatsangehörigen wurde ein Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Bei älteren Personen ging die Arbeitslosigkeit um 3,9 Prozent zurück.

Die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Personen stieg um 16,2 Prozent. Langzeitbeschäftigungslose betreffen zumeist Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder geringen Bildungsabschlüssen. Bei Personen mit maximal Pflichtschulabschluss liegt die Arbeitslosenquote in Tirol bei 11,6 Prozent.

Regionale Unterschiede in den Bezirken

In den meisten Tiroler Bezirken ging die Arbeitslosigkeit zurück. In den Bezirken Lienz und Innsbruck wurde kein Rückgang verzeichnet.

Besonders deutlich reduzierte sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk Landeck, wo ein Minus von 22,8 Prozent gemeldet wurde.

Beschäftigung legt zu, offene Stellen leicht rückläufig

Ende Februar 2026 wurden in Tirol 373.676 unselbständige Beschäftigungsverhältnisse gemeldet. Das entspricht einem Plus von 943 gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise einem Anstieg um 0,3 Prozent. In allen österreichischen Bundesländern außer Tirol und Wien sank die Beschäftigung.

In Tirol sind derzeit 6.601 offene Stellen gemeldet. Das sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Gesundheitswesen und im Handel nahm die Anzahl offener Stellen ab, während sie in der Bauwirtschaft und bei wissenschaftlichen Dienstleistungen stieg.

Branchen: Rückgänge im Tourismus, Anstieg im Handel

Im Tourismus sank die Arbeitslosigkeit in Tirol um 9,5 Prozent. In der Warenherstellung wurde ein Rückgang von 5,0 Prozent verzeichnet, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen von 2,5 Prozent und in der Baubranche von 2,1 Prozent.

Im Handel nahm die Arbeitslosigkeit im März dagegen um 6,1 Prozent zu.