Tirol meldet Plus bei Wintertourismus und bereitet sich auf Sommer vor
Der Tiroler Wintertourismus verzeichnet von November bis März steigende Gästezahlen. Gleichzeitig richten Tourismusverantwortliche den Blick auf die Sommersaison und mögliche Verschiebungen bei den Herkunftsmärkten.
Die Wintersaison in Tirol ist offiziell von November bis Ende April definiert. Im Zeitraum November bis März stiegen die Nächtigungen um 2,8 Prozent auf 24,7 Millionen, die Ankünfte erhöhten sich um 3,9 Prozent auf 5,7 Millionen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 4,3 Tagen und damit um 0,1 Tage unter dem Vergleichszeitraum.
Winter als „sehr stabil“ – Fokus auf Kernmonate
Tourismus- und Wirtschaftslandesrat Mario Gerber (ÖVP) bezeichnete die Wintersaison als sehr stabil. Er nannte für den Tiroler Tourismus eine direkte und indirekte Wertschöpfung von 10,2 Milliarden Euro. Gegen Ende der Wintersaison sei es jedoch sehr schwierig geworden, sagte Gerber mit Blick auf den Monat März. Mit vier Monaten Saison sei es nicht getan, der Sonnenskilauf im März müsse besser platziert werden.
Karin Seiler, Geschäftsführerin der Tirol Werbung, sieht den Fokus der Tirol-Gäste zunehmend in Richtung der Kernmonate Dezember bis Februar verschoben. Für März und April brauche es nach ihren Worten eine Potenzialanalyse. In der Wintersaison machten Gäste aus Deutschland mit 12,4 Millionen Nächtigungen rund die Hälfte des gesamten Nächtigungsvolumens aus; ihre Nächtigungen stiegen um 3,1 Prozent. Die Niederlande kamen auf 3,8 Millionen Nächtigungen, ein Plus von 0,3 Prozent. Der heimische Markt Österreich verzeichnete 1,6 Millionen Nächtigungen, ein Zuwachs von 2,2 Prozent.
Erwartungen und Herausforderungen für die Sommersaison
Touristiker warnten davor, sich auf den aktuellen Erfolgen auszuruhen. Alois Rainer, Spartenobmann Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol, erklärte, für den Sommer habe es bereits Stornierungen aus Israel und dem arabischen Raum gegeben. Er prognostizierte, dass der Sommer von Kurzfristigkeit geprägt sein werde und noch mehr Gäste aus den Nahmärkten bringen dürfte. Österreichische Tirol-Urlauber und Gäste aus den Nachbarländern würden seiner Einschätzung nach wichtiger werden.
Auch Karin Seiler erwartet, dass Gäste aus Nahmärkten wie Tirol selbst, Bayern, Wien und der Schweiz noch wichtiger werden. Sie beschrieb Tirol mit den Eigenschaften „klar, sicher und nah“ und ist als Geschäftsführerin maßgeblich für den Markenauftritt der Tirol Werbung nach außen mitverantwortlich. Mario Gerber stellte für die kommende Sommersaison eine leichte Zurückhaltung im Buchungsverhalten fest und brachte diese mit geopolitischen Herausforderungen in Verbindung. Im Zusammenhang damit wird formuliert, dass das Leid im Iran bereits im Winter beim veränderten Urlaubsverhalten und beim teilweisen Ausbleiben von Gästen aus dem arabischen Raum und Israel bemerkbar gewesen sei. Gerber erwartet zudem, dass Tiroler im Sommer verstärkt im eigenen Land bleiben und dieses mehr für sich entdecken.
Neuausschreibung der Geschäftsführung bei Tirol Werbung
Die Geschäftsführer-Position der Tirol Werbung soll im Sommer neu ausgeschrieben werden. Der Vertrag von Geschäftsführerin Karin Seiler läuft im kommenden Jahr aus. Mario Gerber erklärte, die Neuausschreibung sei ein normaler Vorgang in Landesunternehmen und passiere alle fünf Jahre. Im Zuge der Ausschreibung werde man sich auch die Frage stellen, was die Kernaufgabe der Tirol Werbung ist.
Karin Seiler ließ offen, ob sie sich erneut für die Position bewirbt. Sie erklärte, sie wolle die exakte Ausschreibung abwarten und könne erst dann über eine Bewerbung entscheiden.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








