Reisebranche diskutiert in Pörtschach über Zukunft des Tourismus und Künstliche Intelligenz
Seit Donnerstag treffen sich in Pörtschach am Wörthersee 150 Vertreter großer Reiseveranstalter und Reisebüros aus ganz Österreich. Anlass ist die Generalversammlung des Österreichischen Reiseverbandes (ÖRV).
Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Zukunft des Reisens und neue Entwicklungen in der Branche, darunter der Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Reiseverhalten und aktuelle Entwicklungen
ÖRV-Präsidentin Eva Buzzi verweist darauf, dass in den aktuellen Krisenzeiten immer mehr Österreicher ihren Urlaub im eigenen Land verbringen. Nach ihren Angaben stammen 30 Prozent der Kärnten-Urlauber aus Österreich.
Buzzi berichtet weiters, dass derzeit viele Blicke auf die Entwicklungen im Iran gerichtet seien. Sie sagt, man schaue mit angstvollen Augen vor allem auf die Verfügbarkeit von Kerosin. Wer jetzt einen Urlaub buchen möchte, solle ihrer Einschätzung nach rasch zuschlagen, da die Kapazitäten immer kleiner würden.
Künstliche Intelligenz als Herausforderung für Reiseangebote
Bei der Generalversammlung wird auch diskutiert, welche neuen Möglichkeiten Künstliche Intelligenz für die Reisebranche bietet. Zugleich wird als Herausforderung beschrieben, Reiseangebote so zu platzieren, dass sie von KI-Agents gefunden werden.
Als Beispiel wird genannt, dass eine KI wie Chat-GPT nach der schönsten Destination für eine Person gefragt werden könnte, die an einen See mit guten Restaurants und einem Berg mit Aussichtsturm reisen möchte. Als gewünschte Antwort wird in diesem Zusammenhang genannt, man solle nach Kärnten und an den Wörthersee fahren. Es wird betont, dass dies gesteuert werden müsse und von selbst nichts passieren werde.
Grenzenloses Reisen in Europa im Fokus
Begleitet wird die Veranstaltung von einem Vortrag des Extrem-Radsportlers Christoph Strasser zum Thema „Grenzen verschieben, Grenzen im Kopf“. Strasser möchte aufzeigen, wie wichtig grenzenloses Reisen vor allem in der Europäischen Union ist.
Er hebt hervor, dass in den vergangenen 30 Jahren beim grenzenlosen Reisen in der EU ein Fortschritt erzielt worden sei. Gerade in Kärnten habe man fast vergessen, was grenzenloses Reisen mit gemeinsamer Währung gebracht habe. Nach seinen Worten ist es für die Menschen heute einfacher als früher zu reisen.








