Tracht trifft Trikot: Wie Volkskultur und Fußball Niederösterreichs regionale Identität prägen
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Volkskultur und Fußball-WM: Verbindung von Tracht, Trikot und regionaler Identität

Rund zwei Wochen vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft rücken in Niederösterreich Verbindungen zwischen Sport, Volkskultur und regionaler Identität in den Fokus. In St. Pölten wurde bei einer Veranstaltung der Kultur.Region.Niederösterreich über Gemeinsamkeiten von Tracht und Trikot sowie von Volkskultur und Fußballkult diskutiert.

Im Mittelpunkt standen dabei Fragen, wie Sport und regionale Kultur Menschen zusammenbringen und welche Rolle äußere Zeichen wie Kleidung für das Gemeinschaftsgefühl spielen.

Geschäftsführer Martin Lammerhuber hob hervor, dass Sport und regionale Kultur den Menschen in herausfordernden Zeiten viel geben könnten. Er betonte insbesondere den Aspekt des Zusammenhalts und erklärte, Fußball nehme Kinder und Jugendliche ähnlich mit wie die regionale Kulturarbeit.

Die Ethnologin Brigitta Schmidt-Lauber, Institutsvorständin für Europäische Ethnologie an der Universität Wien, verwies auf zahlreiche Übereinstimmungen zwischen Kultur und Sport, etwa in der Durchführung, im Identifikationspotenzial und in der Kleidung. Kultur und Sport seien durch bestimmte Handlungen strukturiert; Tracht und Trikot nannte sie als Beispiele für nach außen sichtbaren Zusammenhalt.

Der St. Pöltner Diözesanbischof Alois Schwarz unterstrich die Bedeutung regionaler Kultur und des Fußballs für die Identität von Dörfern. Er schilderte, dass bei Spielen eines Dorfvereins viele Angehörige – Großeltern, Eltern, Verwandte und Geschwister – am Spielfeldrand stehen und hoffen, dass ihr Verein gewinnt. Dabei wird im Zusammenhang mit seiner Aussage auch die integrative Kraft des Sports hervorgehoben.

Vorfreude auf die Weltmeisterschaft und Erwartungen an das Nationalteam

Die Spannung in Österreich vor der Fußball-Weltmeisterschaft wird als steigend beschrieben, die Vorfreude und Erwartungen gelten als groß. Das Eröffnungsspiel ist für den 11. Juni angesetzt, Österreichs Nationalteam bestreitet sein erstes Spiel demnach am 17. Juni. Berichtet wird, dass das ÖFB-Team die Weltmeisterschaft aktiv bestreiten und nicht nur vor den Fernsehgeräten verfolgen wird.

Irene Fuhrmann, UEFA-Beauftragte und frühere Trainerin des ÖFB-Frauenfußballnationalteams, erklärte, das Nationalteam rund um Teamchef Ralf Rangnick habe gezeigt, dass es zur Weltmeisterschaft fahre, um möglichst weit zu kommen.

ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll äußerte sich zu den sportlichen Perspektiven. Er traue der Mannschaft „einiges“ zu und meinte, das Team habe das Zeug, deutlich über die Gruppenphase hinauszukommen. Die Spieler träfen sich in dieser Woche, um sich vorzubereiten, so Pröll weiter. Er stellte fest, dass die Spannung steige, und zeigte sich sehr optimistisch, dass Österreich aktive und unterhaltsame Spiele in den USA bieten könne.

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