Feuerwehren liefern wegen Trockenheit Wasser in allen Salzburger Bezirken
Feuerwehren in Salzburg versorgen derzeit verstärkt Haushalte und Betriebe mit Trink- und Nutzwasser. Hintergrund sind eine zunehmende Trockenheit und Probleme bei Brunnen, Quellen und Vorratsbehältern.
Nach Angaben aus dem Bundesland wurden im Jahr 2026 bereits mehr als 80 Wasserlieferungen mit Tanklöschzügen durchgeführt. Betroffen sind alle Salzburger Bezirke.
Die Feuerwehrleute bringen Nutzwasser unter anderem zu Landwirten und anderen Wirtschaftsbetrieben. In mehreren Gemeinden werden zudem leere Becken und Großbehälter befüllt, nachdem Brunnen und Quellen teilweise versiegt sind.
Beispiele für Orte mit Wasserlieferungen sind Adnet im Tennengau, Altenmarkt und Bad Gastein im Pongau, Maria Alm im Pinzgau, Michaelbeuern und Großgmain im Flachgau sowie Ramingstein im Lungau. In Wagrain war die örtliche Feuerwehr im Jahr 2026 bereits neunmal mit Wasserlieferungen im Einsatz, in Bischofshofen noch häufiger.
Feuerwehrkommandant Hartmut Wetteskind berichtet, dass die Feuerwehrteams seit einigen Wochen regelmäßig Wasser liefern. Seiner Darstellung nach hat es in den vergangenen Wochen zu wenig geregnet. Seine Feuerwehr fährt nach seinen Angaben derzeit pro Woche zwei- bis dreimal Wasser, in Abstimmung mit Gemeinde und Wasserwerk.
Ziel dieser Abstimmung ist es laut Wetteskind, nicht zu viel Wasser aus dem Netz abzuziehen. So soll die Versorgung über das bestehende Leitungsnetz berücksichtigt werden.
Im Lungau liefert die Feuerwehr in Zederhaus mehrfach Wasser an einen Schafbauern. Für einen großen Fischteich im Ortsteil Rothenwand steht die Feuerwehr bereit, bei Bedarf zusätzlich Wasser zuzuführen. Der Pächter des Teichs berichtet, dass der Wasserstand dort derzeit pro Woche um etwa zehn Zentimeter sinkt.








