Trotz schwieriger Wirtschaftslage: Salzburger Seilbahnindustrie mit Millioneninvestitionen in Modernisierung
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Salzburger Seilbahnwirtschaft setzt trotz angespannter Lage auf Millioneninvestitionen

In mehreren Salzburger Skigebieten wird derzeit intensiv an neuen Seilbahnanlagen gearbeitet. Die Seilbahnwirtschaft investiert trotz angespannter Wirtschaftslage in Modernisierungsprojekte im Millionenbereich.

Im Mittelpunkt stehen der Austausch älterer Bahnen und Anpassungen an heutige technische Anforderungen. Ziel ist es laut Branchenangaben, die Qualität für Gäste zu halten oder weiter auszubauen.

Neubau der Reiterkogelbahn in Saalbach-Hinterglemm

Die Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm investieren im Sommer 35 Millionen Euro in den Neubau der Reiterkogelbahn. Die bisherige Anlage war knapp 30 Jahre alt und führte nur bis zur Mitte des Berges, die neue Bahn soll künftig bis zum Gipfel verlaufen.

Die neue Anlage wird als wichtig für den Sommertourismus, die Belebung am Berg für Familien und für Biker beschrieben. Die Bergbahnen sehen sich mit solchen Investitionen als Wirtschaftsmotor für die Region. Die Inbetriebnahme der neuen Reiterkogelbahn ist zum Beginn der nächsten Skisaison geplant.

Modernisierung in Eben im Pongau und Wagrain

In Eben im Pongau wurde ein Zweiersessellift aus den 1970er-Jahren abgebaut. An seiner Stelle soll künftig eine Gondelbahn fahren, die zuvor im Schwester-Skigebiet Wagrain im Einsatz war.

Am Grafenberg in Wagrain wird den Angaben zufolge aus drei Seilbahnen eine Seilbahn gemacht. Zwei bestehende Anlagen werden dabei wiederverwendet. Der alte Sessellift aus Eben soll als Ersatzteillager weiter genutzt werden. In Vorarlberg gibt es noch einen Doppelsessellift desselben Typs, dessen Betreiber sich über die Wiederverwendung wesentlicher Bauteile freuen.

Investitionen unter schwierigen Rahmenbedingungen

Branchenvertreter berichten, dass die aktuelle Wirtschaftslage große Investitionen auch für große Seilbahngesellschaften nicht einfach macht. Bei neuen Projekten werde sehr stark abgewogen, das allgemeine Preisniveau – von Seilbahntechnik über Hochbau bis zu anderen Gewerken – werde genau beobachtet.

Ein schwächelnder Markt komme den Gesellschaften bei Investitionen entgegen, gleichzeitig wird betont, dass das Preisniveau seit Covid generell sehr hoch sei und man bei solchen Projekten sehr genau planen müsse. Es wird darauf hingewiesen, dass es eine Tatsache sei, dass es nicht billiger werde.

Laut Branchenangaben wird in den Wintertourismus investiert, die Seilbahnwirtschaft wird dabei als tragende Säule der Wirtschaft im Land Salzburg beschrieben. Es wird als positiv dargestellt, wenn Gesellschaften, die es sich leisten können, jetzt investieren; Warten wird als falsches Signal an die regionale und lokale Wirtschaft bewertet.

Technische Beschneiung und klimatische Herausforderungen

In den Skigebieten soll die technische Beschneiung verbessert und effizienter gestaltet werden. Vor dem Hintergrund klimatischer Herausforderungen, mit denen demnach alle zu kämpfen haben, soll sie eine gewisse Planungssicherheit für Hotellerie, Gastronomie und andere Unternehmen bieten.

Weiterverwendung älterer Anlagen im Ausland

Einzelne ältere Anlagen werden verkauft und im Ausland wieder aufgebaut. Die alte Reiterkogelbahn wird von Hinterglemm nach Chile übersiedelt, die Kapellenbahn von der Schmittenhöhe nach Rumänien.

Mit dem Ende der Wintersaison hat in Salzburgs Wintertourismusregionen die Bauphase begonnen. Die Seilbahnwirtschaft setzt dabei im Sommer auf große Modernisierungsprojekte, bei denen vor allem ältere Bahnen aus Altersgründen an heutige technische Anforderungen angepasst oder ersetzt werden.