TU Graz: Neue Technologien für effizientere Medikamentenproduktion stärken Europas Unabhängigkeit von China
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Neue Technologien zur Medikamentenproduktion an der TU Graz

Die Europäische Union will ihre Unabhängigkeit von China bei der Versorgung mit Medikamenten stärken und setzt dabei verstärkt auf eigene Produktionskapazitäten. An der Technischen Universität Graz werden dazu neue Verfahren für eine effizientere Herstellung von Arzneimitteln erforscht.

Viele Medikamente in Europa sind derzeit weiterhin stark von Importen aus China abhängig. Die EU möchte die damit verbundenen Risiken durch eine Stärkung der eigenen Medikamentenproduktion mindern.

Forschungsschwerpunkt an der TU Graz

Am Research Center for Pharmaceutical Engineering (RCPE) der TU Graz wurden neue Technologien für die Produktion von Wirkstoffen und Fertigprodukten entwickelt. Diese Methoden zielen darauf ab, die Herstellung von Medikamenten schneller, preiswerter und umweltfreundlicher zu machen.

Eine der beschriebenen Innovationen ermöglicht nach Angaben der TU Graz die Produktion von 10 Millionen Tabletten pro Woche auf einer Fläche von 40 Quadratmetern. Die vorgestellte Methode zur Tablettenproduktion ist vollautomatisch ausgelegt.

Abhängigkeit von Importen aus China

Johannes Khinast, der an der TU Graz tätig ist, verweist darauf, dass derzeit etwa 80 bis 90 Prozent der Medikamentenwirkstoffe aus China kommen. Er sieht in der geplanten Stärkung der Medikamentenproduktion in der EU eine große Chance für Europa.

Khinast äußert die Ansicht, dass die EU langfristig in der Medikamentenproduktion unabhängiger werden könnte. Er und sein Team halten einen Durchbruch bei den entwickelten Technologien in den nächsten Jahren für erreichbar.

Politische Aufmerksamkeit für Grazer Anlagen

Die technologischen Entwicklungen an der TU Graz haben auch politische Aufmerksamkeit erregt. Unter anderem besuchten der österreichische Bundeskanzler, die Verteidigungsministerin sowie weitere politische Vertreter die Anlagen an der Universität.

Diese Besuche geben der Forschung an der TU Graz nach den vorliegenden Angaben zusätzlichen Rückenwind. Khinast führt aus, dass Österreich mit den beschriebenen Entwicklungen ein Vorbild für Europa werden könnte. Zugleich wird er mit der Aussage zitiert, Europa sei dann kompetitiv gegenüber China, wenn der angestrebte Durchbruch gelingt, und habe sonst keine Chance.