Umbau der Gesundheitsversorgung: Das bedeutet die Neuorganisation für das Weinviertel
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Gesundheitsversorgung im Weinviertel wird schrittweise neu organisiert

Die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich soll in den kommenden zehn bis 15 Jahren schrittweise umgebaut werden. Grundlage dafür ist der Gesundheitsplan des Landes, der unter anderem die Spitalsorganisation im Weinviertel neu ordnet.

Im Zentrum stehen dabei ein geplanter neuer Standort in Stockerau, der Ausbau bestimmter Versorgungsangebote sowie ein stärker vernetzter Betrieb der bestehenden Kliniken in der Region.

Engere Zusammenarbeit der Kliniken im Weinviertel

Im Weinviertel arbeiten die Kliniken Stockerau, Hollabrunn und Korneuburg seit kurzem in einem Klinikverbund enger zusammen. Landesrat Anton Kasser (ÖVP), der für die Kliniken in Niederösterreich zuständig ist, nahm dazu bei einer Pressekonferenz im Landesklinikum Hollabrunn Stellung.

Im Rahmen der Strukturreform sollen sich die Spitäler gegenseitig entlasten und ergänzen. Betont wird, dass planbare, kleinere Eingriffe von komplexen und akuten Fällen getrennt werden sollen. Bis zur Errichtung eines neuen Schwerpunktklinikums in Stockerau sollen die drei Häuser Stockerau, Hollabrunn und Korneuburg enger zusammenarbeiten.

Verlagerungen und Ausbau in Hollabrunn

Die Geburtshilfe wurde im Jahr vor der Berichterstattung vom Landesklinikum Hollabrunn ins Landesklinikum Korneuburg verlegt. Dadurch wurden in Hollabrunn Räume für tages- und wochenklinische Leistungen frei.

Im Landesklinikum Hollabrunn werden im Schnitt rund 100 tages- und wochenklinische Operationen pro Monat durchgeführt. Diese umfassen unter anderem Augenoperationen, Gebärmutter-Eingriffe und kleinere Knieoperationen. Die Zahl dieser Eingriffe wird als steigend bezeichnet.

Die Akutgeriatrie und Remobilisation in der Region Weinviertel soll mit bestehenden Kapazitäten in Stockerau und geplanten Erweiterungen in Hollabrunn ausgebaut werden. In Hollabrunn soll zudem ein Gesundheits- und Pflegecampus mit 288 Betten umgesetzt werden.

Der Campus soll ein Pflege- und Betreuungszentrum mit 144 Betten beinhalten. Vorgesehen sind außerdem ein psychosoziales Zentrum, ein Mutter-Kind-Haus, eine Tagesstätte für Senioren sowie ein zusätzliches Ambulatorium.

Telemedizin und roboterassistierte Eingriffe

In der Region Weinviertel soll verstärkt auf roboterassistierte Eingriffe gesetzt werden. Am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf soll ab Mitte 2026 ein entsprechendes Operationsprogramm eingeführt werden.

Telemedizinische Angebote sollen ebenfalls ausgebaut werden. Bis Jahresende soll im gesamten Weinviertel das telemedizinische Betreuungsprogramm „Herzmobil“ für Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz nach einem Spitalsaufenthalt ausgerollt werden.

Neues Schwerpunktklinikum in Stockerau geplant

Das neue Landesklinikum Weinviertel Süd soll in den nächsten zehn bis 15 Jahren in Stockerau im Bezirk Korneuburg errichtet werden. Es soll das zweite Schwerpunktklinikum im Weinviertel werden. Das Landesklinikum Mistelbach fungiert bereits als Schwerpunktklinikum Weinviertel Nord und soll ab 2040 ein unverändertes Leistungsspektrum bieten.

Laut Beschreibung sollen die Kliniken Hollabrunn, Stockerau und Korneuburg in zehn bis 15 Jahren in dem neuen Schwerpunktklinikum in Stockerau vereint werden. Gleichzeitig wird betont, dass eine flächendeckende Akutversorgung gewährleistet bleiben soll.

Elisabeth Bräutigam, Vorständin der Landesgesundheitsagentur Niederösterreich, beschreibt die Entflechtung von geplanter Medizin und Akutmedizin als Vorteil für die Arbeit der Teams und für die Einhaltung von Terminen. Zu Details der geplanten Änderungen ab 2040 äußerten sich Landesrat und Landesgesundheitsagentur zurückhaltend. Begründet wurde dies mit laufenden Planungen, Verhandlungen und Gesprächen mit Fachleuten zu Standortfragen und Finanzierung.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.