Umweltgerecht und effizient: Neue Wege in der Altkleidersammlung für Wien, Krems und Caritas
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Neue Systeme für Altkleidersammlung in Wien, Krems und bei der Caritas

Die Stadt Wien wird das Aufstellen von Altkleidersammelcontainern künftig verbieten. Als Grund dafür wird eine zunehmende Vermüllung rund um die Container genannt.

Auch in Krems und bei der Caritas wurden angesichts von Problemen mit ungeeigneten Kleiderspenden neue Wege eingeschlagen. Ziel sind eine bessere Sammelqualität und weniger Textilmüll.

Krems setzt auf Kartons statt Container

In Krems gab es in der Vergangenheit Vermüllung im Umfeld von Altkleidercontainern, die Plätze wurden zu Müllinseln. Seit September des Vorjahres gilt dort ein neues System mit eigenen Altkleiderkartons.

Die Kartons können beim Altstoffsammelzentrum abgeholt und befüllt wieder dorthin zurückgebracht werden. Eine Firma überprüft die zurückgegebenen Kleidungsstücke auf Schadhaftigkeit. Anschließend wird die Kleidung nach Rumänien gebracht, wo etwa ein Drittel in Second-Hand-Läden verkauft und der restliche Teil anderweitig verwertet wird.

Für die Abfallwirtschaft in Krems ist Stadtrat Werner Stöberl (SPÖ) zuständig. In der Stadt dürfen Altkleider nur noch mittels der speziellen Kartons abgegeben werden. Bisher wurden rund 800 Kartons ausgegeben, gut die Hälfte davon ist wieder retourniert worden. Durch dieses System wurde rund eine Tonne Altkleider gesammelt.

Laut Stöberl ist man in Krems mit dem neuen System zufrieden. Die Stadt sehe besser aus, seit frühere Sammelstellen mit herumliegenden Säcken weggefallen seien. Am Wirtschaftshof habe stets jemand die Altkleidersammlung im Blick, dadurch sei die Sammelqualität verbessert worden.

Caritas setzt auf Aufklärung für bessere Kleiderspenden

Bei den Second-Hand-Shops der Caritas gab es vor einem Jahr große Probleme mit den Kleiderspenden. Damals war gut die Hälfte der abgegebenen Kleidung nicht für einen Weiterverkauf geeignet. Am Caritas-Standort in Krems wurde daraufhin eine Informationskampagne gestartet.

Caritas-Generalsekretär der Diözese St. Pölten, Christoph Riedl, berichtet, dass die Organisation mit Werbespots im Kino darauf hingewiesen hat, Kleiderspenden müssten sauber und von guter Qualität sein. Sie sollten so beschaffen sein, dass sie von einer anderen Person noch getragen werden können. Seit dieser Kampagne wurde beim Textilmüll ein Rückgang von rund 40 Prozent verzeichnet.

Laut Caritas fällt auf, dass dort, wo Kleidung anonym gespendet werden kann, mehr Müll aussortiert werden muss. Am Standort St. Pölten gibt es Abwurfschächte, in die auch außerhalb der Öffnungszeiten Sachen abgegeben werden können. Ein Teil der darüber eingebrachten Textilspenden enthält nach Angaben von Riedl Müll.

Riedl betont, die Caritas versuche weiterhin, über die Qualität von Kleiderspenden aufzuklären. Das Müllproblem sei noch nicht gelöst. Zugleich sei es wichtig, dass die Möglichkeit zur Kleiderspende bestehen bleibe, da ausreichend Bedarf dafür bestehe.

Städte reagieren auf Textil-Müllberge

Die ORF-Videosektion beschreibt, dass viele Städte mit Textil-Müllbergen zu tun hatten. In Krems wurde aufgrund dieser Problematik das neue Modell der Altkleidersammlung mit Kartons etabliert.

In Wien sorgt die geplante beziehungsweise beschlossene Abschaffung von Altkleider-Sammelcontainern für Aufregung. Hintergrund ist auch dort die Vermüllung im Umfeld der Container.

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