Anhaltende Waldbrände in der Steiermark halten Einsatzkräfte auf Trab
In Eisbach-Rein nördlich von Graz und am Pfaffenstein bei Eisenerz bekämpfen Feuerwehren derzeit großflächige Waldbrände. Beide Einsätze dauern seit mehreren Tagen an und erfordern umfangreiche Kräfte und Spezialausrüstung.
In weiten Teilen der Steiermark wird die Waldbrandgefahr als weiterhin sehr groß beschrieben. Fachleute weisen auf vorsichtiges Verhalten im Wald hin.
Großbrand in Eisbach-Rein seit elf Tagen
In Eisbach-Rein kämpfen Feuerwehren seit mittlerweile elf Tagen gegen einen großen Waldbrand. Am Dienstag war ein Ende des Einsatzes laut den Einsatzkräften weiterhin nicht absehbar. Zuletzt waren dort bis zu 60 Feuerwehrleute im Einsatz.
Beim Brand in Eisbach-Rein sind 70 Hektar Waldfläche betroffen. Die Einsatzkräfte waren vor allem mit dem Löschen zahlreicher Glutnester beschäftigt. Viele dieser Glutnester sind mit freiem Auge nicht sichtbar.
In der Nacht auf Dienstag kam eine Drohne des Bereichsfeuerwehrverbandes Knittelfeld zum Einsatz. Die mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne ortete zahlreiche Glutnester im Brandgebiet. Deren Positionen wurden direkt an die Bodeneinheiten übermittelt, die daraufhin gezielte Nachlöscharbeiten durchführten. Diese dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Der Bezirksfeuerwehrverband Graz-Umgebung betonte in einer Mitteilung die Wirkung dieser Nachlöscharbeiten. Die Angaben zu dem Einsatz machte am Dienstag Herbert Buchgraber vom Bezirksfeuerwehrverband Graz-Umgebung.
Einsatz am Pfaffenstein bei Eisenerz
Auch am Pfaffenstein bei Eisenerz kam es zu einem Waldbrand. Wegen des Brandes mussten die Feuerwehren am Montag ausrücken. Im Einsatz standen 65 Feuerwehr-Einsatzkräfte, 14 Fahrzeuge sowie zwei Hubschrauber. Der Löscheinsatz wurde am Dienstagfrüh fortgesetzt.
Der Brandherd liegt in schwer zugänglichem Gelände. Für die Einsatzkräfte besteht nach Angaben der Feuerwehr die Gefahr von Steinschlägen. Das Löschwasser wird mit Tanklöschfahrzeugen zur Brandstelle gebracht; im Pendelverkehr stellen diese die Wasserversorgung sicher.
Auch am Pfaffenstein unterstützt eine Drohne mit Wärmebildkamera die Einsatzleitung. Die Bergrettung Eisenerz ist zur Absicherung vor Ort, im steilen Gelände werden Seilsicherungsarbeiten durchgeführt.
Waldbrandgefahr in der Steiermark sehr hoch
Die Gefahr von Waldbränden wird in der gesamten Steiermark als sehr hoch eingeschätzt. Auf Regen wird gehofft, doch derzeit sagen Prognosen keine großen Regenmengen für das Bundesland voraus.
Peter Ondrich, Waldbrandsachverständiger beim Land Steiermark, weist auf die hohe Waldbrandgefahr hin. Er rät, sich im Wald besonders vorsichtig zu verhalten und kein offenes Feuer, keine Flammen und keine Zigaretten zu verwenden.








