Veruntreuungsskandal in Wiener Anwaltskanzlei: Ehepaar auf der Anklagebank
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Prozess in Wien: Ex-Rechtsanwalt und Ehefrau wegen Veruntreuung angeklagt

Am Wiener Landesgericht hat am Montag ein Prozess gegen einen ehemaligen Wiener Rechtsanwalt und dessen Ehefrau begonnen. Dem Paar werden unter anderem Veruntreuung von Mandantengeldern und ein vorgetäuschter Einbruch in die Kanzlei des Mannes zur Last gelegt.

Die 75.000 Euro, um die es in dem Verfahren geht, stammten laut Darstellung im Verfahren von zwei Mandanten. Diese schlossen sich dem Verfahren als Privatbeteiligte an und fordern die Rückzahlung des Betrags.

Vorwürfe der Staatsanwaltschaft

Laut Anklage sollen der Ex-Anwalt und seine Frau im Juni 2025 die 75.000 Euro von zwei Mandanten beiseite geschafft haben. Nach Darstellung des Staatsanwalts soll für dieses Geld ein Raub fingiert worden sein, indem ein Einbruch in die Kanzlei des Mannes vorgetäuscht wurde.

Der Staatsanwalt warf dem Ehepaar vor, die Gelder zur Stopfung ihrer Budgetlöcher verwendet zu haben. Er schilderte die finanziellen Verhältnisse des ehemaligen Rechtsanwalts als trist. Im Dezember 2025 wurde ein Konkursverfahren über dessen Vermögen eröffnet.

Geständnis der Ehefrau, Bestreiten des Ex-Anwalts

Die Ehefrau des ehemaligen Rechtsanwalts, eine Russin, befindet sich bereits in Strafhaft und bekannte sich im Prozess schuldig. Sie gab an: „Ich hab das vorgetäuscht“ und entschuldigte sich bei den kurzzeitig festgenommenen Mandanten. Der ehemalige Rechtsanwalt bestritt hingegen den Vorwurf der Veruntreuung.

Die Ehefrau hatte damals die Polizei gerufen und behauptet, die Mandanten hätten das Geld entwendet. Sie zeigte den Beamten Kratzer an den Oberarmen und ein zerrissenes Oberteil. Zwei Mandanten wurden im Stiegenhaus aufgegriffen, bei ihnen wurde jedoch kein als gestohlen gemeldetes Bargeld gefunden.

Unklarer Verbleib des Geldes

Der Verbleib der 75.000 Euro ist im Verfahren derzeit offen. Die Ehefrau erklärte vor Gericht, sie wisse nicht, wo das Geld sei, und gab an, der Tresor der Kanzlei sei an dem Tag leer gewesen, als sie den Einbruch vortäuschte.

Die beiden Mandanten traten als Privatbeteiligte auf und verlangen die Rückzahlung der 75.000 Euro.

Weitere Vorwürfe gegen Ehefrau

Der Ehefrau werden neben Veruntreuung auch falsche Beweisaussage und Verleumdung vorgeworfen. Zudem soll sie einen bettlägerigen Bekannten bestohlen und ein Leasingauto veruntreut haben. Darüber hinaus wird ihr zur Last gelegt, sich fälschlich als Rechtsanwältin ausgegeben zu haben, was sie im Prozess bestritt.

Auftritt von Richter und Verteidigung

Zu Beginn des Verhandlungstages erklärte ein Richter, dass er den Angeklagten beruflich kenne und sie bereits viele Verfahren gemeinsam gehabt hätten. Der Verteidiger des ehemaligen Rechtsanwalts zeigte sich überrascht über das Geständnis der Ehefrau seines Mandanten.

Der Verteidiger kritisierte die Staatsanwaltschaft und sprach von Fehlern und Versäumnissen in den Ermittlungen. Er argumentierte, es habe seinem Mandanten an Geld nicht gemangelt, daher fehle es am Tatvorsatz. Zudem sagte er, der Angeklagte habe seiner Ehefrau bis zuletzt die Stange gehalten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.