Vienna Pride 2026: Jubiläum der Regenbogenparade – Eine feiernde Stadt trotz schrumpfendem Budget
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Vienna Pride 2026: 30. Regenbogenparade in Wien geplant

In Wien findet 2026 die Vienna Pride statt. Höhepunkt ist die 30. Regenbogenparade, die am 13. Juni 2026 über den Wiener Ring führen soll.

Die Vienna Pride 2026 ist für den Zeitraum von 29. Mai bis 14. Juni in Wien angesetzt. Für die Regenbogenparade am 13. Juni werden Tausende Menschen erwartet.

Parade am Ring und Motto „Sichtbar seit 1996“

Die Regenbogenparade findet 2026 zum 30. Mal statt. Sie umrundet am 13. Juni den Wiener Ring entgegen der Fahrtrichtung und wird als größte Demonstration Österreichs bezeichnet. Im Jahr 2025 nahmen den Angaben zufolge mehr als 300.000 Menschen teil.

Das Motto der 30. Regenbogenparade lautet „Sichtbar seit 1996“. Die Parade wird als klares politisches Zeichen beschrieben.

Programm und Rahmenveranstaltungen

Die Vienna Pride 2026 muss mit weniger Fördermitteln auskommen. Das Pride Village wird 2026 nur eintägig und nicht dreitägig umgesetzt.

Am 30. Mai 2026 ist im Wiener Prater ein Community Fest geplant, bei dem sich zahlreiche Community-Vereine präsentieren. Am Abend der Regenbogenparade am 13. Juni 2026 treten JJ und Conchita Wurst auf der Pride Stage am Rathausplatz auf.

Aussagen aus Community und Stadtpolitik

Ann-Sophie Otte, Obfrau der Hosi Wien, erklärte, 30 Jahre Regenbogenparade zeigten, wie viel die Community durch Sichtbarkeit, Protest und politischen Druck erreicht habe und wie viel noch vor ihr liege. Zugleich wird berichtet, dass die Community wirksamen Schutz, konsequente Maßnahmen gegen Hassverbrechen und ein ausnahmsloses Verbot sogenannter Konversionstherapien erwarte. Otte forderte, die Regierung müsse vom Ankündigen ins Handeln kommen.

Die Vienna Pride wird von der Stadt Wien unterstützt. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS) sagte, 30 Jahre Regenbogenparade zeigten, was möglich sei, wenn Stadt und Community zusammenarbeiteten. In Wien gibt es seit 1998 eine Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten, zudem wurde 2024 das erste queere Jugendzentrum eingerichtet.

Die LGBTIQ-Sprecherin der SPÖ, Susanne Haase, erklärte, in drei Jahrzehnten sei gesellschaftlich wie rechtlich viel erreicht worden. Sie sagte, der Wind werde rauer und die Regenbogenparade sei heute wichtiger denn je. Haase berichtete außerdem, in Deutschland werde mittlerweile jede zweite Pride-Parade von rechten Gruppen oder Neonazis bedroht. Wien sei und bleibe eine Regenbogenhauptstadt, die an der Seite der queeren Community stehe, so Haase.