Alt-Mülldeponie in Villach-Auen wird abgebaut und saniert
Im Villacher Stadtteil Auen wird derzeit eine jahrzehntealte Mülldeponie abgetragen und saniert. In der als Altlast ausgewiesenen Deponie lagern große Mengen Hausmüll und Bauschutt aus den 1960er- und 1970er-Jahren.
Die Deponie befindet sich direkt vor dem Standort des Mikroelektronikkonzerns Infineon. Die Altlast-Deponie wird vollständig beseitigt, die Gesamtsanierung ist mit 73 Millionen Euro veranschlagt.
Abtragung und Sortierung des Deponiematerials
In der Deponie in Villach-Auen lagern nach Angaben bis zu 400.000 Kubikmeter Hausmüll und Bauschutt. Ziviltechniker und Altlasten-Spezialist Johannes Novak-Passegger bezeichnet die Deponie als große Deponie mit 365.000 Kubikmetern Volumen.
Seit mehreren Wochen wird an der Abtragung des Müllhügels gearbeitet. Für die Durchführung der Arbeiten muss wenige hundert Meter entfernt eine Sortierhalle errichtet werden. In dieser geplanten Halle sollen die unterschiedlichen Materialien aus der Deponie getrennt und entsorgt werden. Darauf weist Gernot Enzinger von der Bauabteilung der Stadt Villach hin.
Altlast-Status und Überwachung
Die Deponie in Auen ist als Priorität-3-Altlast klassifiziert. Sie wurde versiegelt und wird laufend kontrolliert. Laut Johannes Novak-Passegger befindet sich Deponiegas noch im Untergrund, zudem können lösliche Stoffe aus der Deponie ins Grundwasser entweichen.
Finanzierung und Grundstücksübernahme
Die Kosten der Sanierung in Höhe von 73 Millionen Euro werden von Bund, Land, der Stadt Villach und Infineon gemeinsam getragen. Infineon wird 27 Millionen Euro in die Sanierung investieren.
Der Konzern wird das Grundstück der bisherigen Deponie übernehmen. Im Zusammenhang damit wird angegeben, dass Infineon das Grundstück übernimmt, um expandieren zu können.








