Von der Baubranche zur Blasmusik: Henndorfer Betrieb revolutioniert Mundstück-Fertigung für Blechblasinstrumente
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Henndorfer Metalltechnikbetrieb fertigt präzise Mundstücke für Blechblasinstrumente

In einem Metalltechnikbetrieb in Henndorf am Wallersee im Flachgau werden neben Teilen für die Baubranche und den Autobau seit Kurzem auch Mundstücke für Blechblasinstrumente hergestellt. Grundlage ist ein gemeinsam mit Musikern entwickeltes Konzept, das auf exakt reproduzierbare Modelle setzt.

Ein Musiker aus Oberösterreich und ein Salzburger Metalltechniker arbeiten dafür mit modernen Fertigungstechniken zusammen. Der Trompeter Manfred Weinberger aus Bad Leonfelden im Bezirk Urfahr-Umgebung entwickelte ein eigenes Mundstück für sein neues Instrument und setzte dabei auf die Zusammenarbeit mit Produktionspartnern und Testmusikern.

Entwicklung mit Testmusikern und Spezialwerkzeugen

Mit Hilfe der Produktionspartner und Testmusiker entstanden erste Prototypen der Mundstücke. Testmusiker sprachen sich laut Darstellung dafür aus, die Entwicklung weiterzuverfolgen. Weinberger verwendet inzwischen ein eigenes Mundstück, mit dem er nach eigener Aussage sehr zufrieden ist.

Die Mundstücke werden in Henndorf mit einem kleinteiligen Präzisionsdrehverfahren gefertigt. Nach der Darstellung im Betrieb sind die so hergestellten Mundstücke exakt reproduzierbar. Für die Fertigung waren Spezialwerkzeuge nötig. Metalltechniker und Hobbymusiker Hans Giesshammer, der an der Produktion beteiligt ist, berichtet, dass eine erste Anfrage zur Herstellung dieser Sonderwerkzeuge abgelehnt wurde. Ein zweiter angefragter Betrieb habe die Fertigung übernommen, allerdings auf Verantwortung der Auftraggeber.

Universelles Modell mit skalierbaren Kesseltypen

Aktuell werden Mundstücke für Trompete, Flügelhorn und Posaune gefertigt. In Entwicklung sind Varianten für Cornett, Bassposaune und Horn. Es wird jeweils ein universelles Mundstückmodell mit optimierter Geometrie entwickelt.

Weinberger beschreibt Rand, Kessel und Bohrung eines Mundstücks als Kernparameter. Im Konzept gibt es eine kleine Anzahl von Kesseltypen, die in ihrer Größe proportional hochskaliert werden. Giesshammer gibt an, mit seinem eigenen Mundstück leicht spielen und relativ schnell laut spielen zu können.

Fokus auf Spielbarkeit und Musikunterricht

Die leichte Spielbarkeit der Mundstücke war im Testlauf ein wesentliches Kriterium und wurde insbesondere für den Einsatz im Musikunterricht hervorgehoben. Musiklehrer und Testmusiker Peter Nickel war an den Tests beteiligt. Er berichtet, dass bei den Mundstücken etwas größere oder kleinere Varianten ausprobiert werden können und es dabei jeweils dasselbe Modell bleibt.

Nickel zufolge haben seine Schüler Freude beim Spielen mit den Mundstücken. Die Produkte sind ab einem Preis von 170 Euro erhältlich und werden in der Darstellung als im mittleren Preissegment liegend eingeordnet. Nach Angaben aus dem Projekt müssen rund 1.500 Mundstücke verkauft werden, damit sich die Entwicklung auch finanziell rechnet.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.