Vorarlberg pumpt 2026 nahezu 90 Millionen Euro in Straßeninfrastruktur: Feldkircher Stadttunnel erhält Großteil der Mittel
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Vorarlberg investiert 2026 knapp 90 Millionen Euro in Straßennetz

Vorarlberg stellt im laufenden Jahr 89,4 Millionen Euro für Investitionen in das Straßennetz bereit. Mehr als die Hälfte davon ist für den Stadttunnel in Feldkirch vorgesehen.

Die Landesregierung hat am Montag ein umfangreiches Straßenbauprogramm präsentiert und dabei die Aufteilung der Mittel erläutert. Demnach investiert das Land gezielt in den Erhalt bestehender Straßen, in wichtige Bauprojekte sowie in die Weiterentwicklung zentraler Verkehrsachsen.

Schwerpunkt Stadttunnel Feldkirch

Rund 48 Millionen Euro der Gesamtinvestition fließen in den Stadttunnel in Feldkirch. Dieses Projekt wird als größtes und zugleich als umstrittenes Straßenbauvorhaben des Landes bezeichnet.

Nach einem Tunnelanschlag im März läuft der Tunnelvortrieb nach Angaben des Landes planmäßig. Der Lüftungsschacht am Stadtschrofen ist fertiggestellt. Die Arbeiten am Portal Altstadt und die Vorbereitungen für das Portal Tisis gehen voran.

Für das laufende Jahr sind beim Stadttunnel die Fortsetzung des Tunnelvortriebs, umfangreiche Bauarbeiten an den Portalbauwerken sowie die Errichtung vorübergehender Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Die Bauarbeiten beim Tunnelportal Tisis sollen im Oktober beginnen. Ein kleinerer Teil der Bauarbeiten ist bereits abgerechnet, dabei liege man im Plan. Die Fertigstellung des Stadttunnels ist für das Jahr 2030 geplant.

Mittel für Erhaltung und weitere Projekte

Weitere 33,3 Millionen Euro der Gesamtinvestition sind für Bauten und Instandsetzungen im Straßennetz vorgesehen. Zusätzlich will das Land rund 33,9 Millionen Euro für die laufende Erhaltung der Straßeninfrastruktur ausgeben.

Zu diesen Erhaltungsmaßnahmen zählen Winterdienst, die Sanierung von Straßen und Bauwerken, die Wartung von Brücken und technischen Anlagen sowie die Behebung von Schäden nach Unwettern. Der Betrieb und die Instandhaltung von Tunnel- und Sicherheitstechnik werden als wesentliche Bestandteile der Erhaltung genannt.

In die Planung von Bauten und Instandsetzungen im Straßennetz fließen weitere 3,2 Millionen Euro. Für die Reparatur von Schäden nach Naturereignissen sind rund 2,1 Millionen Euro vorgesehen. Etwa 2 Millionen Euro sind für notwendige Liegenschaftskäufe im Zusammenhang mit Straßenbauprojekten eingeplant. In die Vorbereitung weiterer Großprojekte im Straßenbau werden rund 0,6 Millionen Euro investiert. Das Land präsentierte dazu eine lange Liste einzelner Straßenbaumaßnahmen.

Ziele der Investitionen

Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ) betonte, Ziel der Investitionen in den Erhalt der Infrastruktur sei es, in allen Regionen des Landes eine leistungsfähige, sichere und moderne Verkehrsinfrastruktur sicherzustellen. Eine verlässliche Infrastruktur sei ein zentraler Standortfaktor und Grundlage für Lebensqualität.

Bitschi bezeichnete die Straßen als Lebensadern des Landes – sowohl für die Bevölkerung als auch für Betriebe und die wirtschaftliche Entwicklung. Nach Darstellung des Landes werden neue Impulse dort gesetzt, wo sie für die Bevölkerung spürbare Verbesserungen und Entlastung bringen sollen.