Vorarlberg: Verdoppelung der Energiegemeinschaften trotz bundesweitem Schlusslichtstatus
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Zahl der Energiegemeinschaften in Vorarlberg deutlich gestiegen

In Vorarlberg sind derzeit 144 Energiegemeinschaften aktiv. Damit hat sich ihre Zahl seit Ende 2024 verdoppelt.

Im Sommer 2023 waren in Vorarlberg noch elf Energiegemeinschaften registriert. Die aktuellen Zahlen stammen vom Energieinstitut Vorarlberg.

Vorarlberg im Bundesländervergleich am Ende

Trotz des Anstiegs verzeichnet Vorarlberg im bundesweiten Vergleich die wenigsten Energiegemeinschaften. Bei einer österreichweiten Erhebung im Juni 2025 wurden die meisten Energiegemeinschaften in Niederösterreich gezählt, insgesamt 958. In Wien wurden 165 Energiegemeinschaften erfasst.

In Energiegemeinschaften schließen sich in Vorarlberg Haushalte, Betriebe oder Gemeinden zusammen, um Strom gemeinsam zu nutzen. Der gemeinsam genutzte Strom stammt meist aus Photovoltaikanlagen. Mitglieder können überschüssig produzierten Strom direkt an die Gemeinschaft verkaufen.

Kostenstrukturen und Einspeisemodelle

Die Tarife des Stromanbieters illwerke vkw sind laut Bericht niedriger als im Rest Österreichs. Gleichzeitig wurde die Elektrizitätsabgabe für Haushalte massiv gesenkt. Nach Darstellung des Energieinstituts Vorarlberg ist damit ein früherer Kostenvorteil für Teilnehmer von Energiegemeinschaften fast vollständig weggefallen. Diese Einschätzung wird dem Energieberater und Energieexperten Dieter Bischof zugeschrieben.

Bischof zufolge bewegt derzeit vor allem der Gemeinschaftsgedanke viele Vorarlberger zur Gründung einer Energiegemeinschaft. Viele Teilnehmer wollen demnach die Energiewende aktiv mitgestalten und sicherstellen, dass Strom aus der Region auch in der Region bleibt.

Ein Unternehmen aus Röthis bezeichnet Energiegemeinschaften als „einzigen Garant für gute Einspeisetarife“. Laut Bericht erzielen Einspeiser, die ihren Strom klassisch ins Netz von illwerke vkw einspeisen, zur Mittagszeit oft kaum Erträge. Als Grund wird ein hohes Angebot an Strom durch starke Photovoltaik-Produktion genannt.

Illwerke vkw teilt mit, Bestandskunden weiterhin einen der höchsten fixen Einspeisetarife zu sehr attraktiven Konditionen zu bieten. Zudem gibt es ein dynamisches Preismodell, bei dem die Einspeisevergütung zur Mittagszeit gegen Null gehen kann. Dieses Modell ist nach Darstellung des Unternehmens für Kunden konzipiert, die ihren Verbrauch selbst optimieren, etwa durch Batteriespeicher oder zeitgesteuerte Geräte.

Als weitere Alternative zur Einspeisung ins vkw-Netz wird die Einspeisung über die staatliche Abwicklungsstelle ÖMAG genannt. Der Marktpreis für Einspeisungen über die ÖMAG wird alle drei Monate neu festgesetzt.

Rahmenbedingungen und Ausblick

Über 90 Prozent der Vorarlberger Haushalte sind bereits mit digitalen Stromzählern (Smart Metern) ausgestattet. Diese gelten als Voraussetzung für die Abrechnung innerhalb von Energiegemeinschaften.

Das Energieinstitut Vorarlberg rechnet für die kommenden Jahre mit einem weiteren Anstieg der Zahl von Energiegemeinschaften. Ein neues Gesetz soll die Gründung künftig erleichtern. Vorgesehen sind sogenannte Peer-to-Peer-Modelle, bei denen Strom direkt von Nachbar zu Nachbar geteilt werden kann. Dies soll das Teilen von Strom ermöglichen, ohne dass dafür ein Verein gegründet werden muss. Die Informationen zu diesen Modellen werden Energieberater Dieter Bischof zugeschrieben.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.