Vorarlbergs Kirchen im Digitalisierungstrend: Der Opferstock wird kontaktlos
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Katholische Kirche Vorarlberg setzt verstärkt auf digitale Zahlungsmöglichkeiten

In mehreren Kirchen der Katholischen Kirche Vorarlberg können Spenden und Kerzen inzwischen digital bezahlt werden. Neben einem digitalen Opferstock kommen dabei auch Kartenterminals zum Einsatz.

Die Kirche plant, diese Angebote weiter auszubauen und arbeitet zudem an neuen Formen des digitalen Bezahlens während der Messe.

Erste Standorte und digitaler Opferstock

Im vergangenen Jahr wurde im Dom in Feldkirch der erste digitale Opferstock des Landes eingerichtet. Darüber hinaus können in den Kirchen Feldkirch Altenstadt, Feldkirch Tosters, Feldkirch Gisingen, Bregenz St. Kolumban, Bregenz St. Gallus, Hard, Dornbirn Hatlerdorf, Bildstein und Bürs Kerzen mit Karte bezahlt werden.

Auch in der Kapelle des Jugend- und Bildungshauses St. Arbogast sowie im Ehe- und Familienzentrum in Feldkirch ist die Kartenzahlung für Kerzen möglich. In allen Kirchen, in denen Kartenzahlung angeboten wird, bleibt die Barzahlung weiterhin bestehen.

Organisation und Kosten der Bezahlgeräte

Wenn eine Pfarre Interesse an der Einführung von Kartenzahlung hat, erarbeitet die IT-Abteilung der Katholischen Kirche Vorarlberg eine passende Lösung. Die Anschaffung der Bezahlgeräte wird von den jeweiligen Pfarren selbst finanziert.

Ein Bezahlgerät kostet 79 Euro. Nach vorliegenden Angaben haben sich diese Kosten bisher innerhalb des ersten Monats amortisiert. In jenen Kirchen, in denen bereits ein Bezahlgerät im Einsatz ist, werden demnach rund 30 Prozent der Spenden derzeit per Karte geleistet.

Zielgruppen und praktische Aspekte

Der digitale Service richtet sich in erster Linie an Touristinnen und Touristen sowie an die jüngere Generation. Als Vorteil der Kartenzahlung wird unter anderem genannt, dass in den Opferstöcken weniger Fremdwährungen landen.

Gerade bei kleineren Münzbeträgen in Fremdwährung rechnet es sich den Angaben zufolge häufig nicht, diese einzuwechseln. Digitale Zahlungsmöglichkeiten werden keiner Pfarre vorgeschrieben, sondern beruhen auf freiwilligen Entscheidungen vor Ort.

Planungen für digitalen Klingelbeutel

Die Katholische Kirche Vorarlberg arbeitet derzeit an einem digitalen Klingelbeutel. Mit diesem soll es künftig möglich sein, das Opfergeld während der Messe per Karte zu spenden.