Vorsorge trifft Innovation: Niederösterreich wappnet sich gegen Waldbrände
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Löschteiche und Spezialausrüstung: Niederösterreich rüstet sich gegen Waldbrände

In Niederösterreich sind in den vergangenen Jahren mehrere Maßnahmen gesetzt worden, um bei Waldbränden schneller auf Löschwasser und spezialisierte Einsatzmittel zugreifen zu können. Hintergrund sind steigende Gefahren durch Waldbrände und aktuelle Großereignisse wie ein großflächiger Waldbrand nördlich von Graz.

Brandexperten aus mehreren Bundesländern fordern, Löschteiche in Wäldern anzulegen, um die Wasserversorgung im Einsatzfall zu verbessern. In der Steiermark wird diese Forderung seit dem derzeit laufenden Waldbrand nördlich von Graz besonders betont, an dem mehr als 2.300 Einsatzkräfte beteiligt sind und der dort als bisher größter Feuerwehreinsatz bezeichnet wird.

Löschteiche und mobile Wassertanks in Niederösterreich

In Niederösterreich wurden in den vergangenen Jahren zwölf Löschteiche geschaffen. Sie liegen vor allem in den Bezirken Wiener Neustadt und Neunkirchen. Zusätzlich stehen 26 Faltbehälter als mobile Löschwassertanks zur Verfügung, die in gefährdeten Gebieten stationiert sind.

Laut Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner reicht die Gemeinde gemeinsam mit der Feuerwehr entsprechende Projekte bei der Landesregierung und der Forstdirektion ein. Diese Projekte würden genehmigt und über den Forstfonds des Bundes finanziert. Fahrafellner gibt an, man habe Warnungen der Klimaforschung ernst genommen und bereits vor Jahren Vorkehrungen getroffen.

Fahrafellner betont, dass Niederösterreich im Kampf gegen Waldbrände sehr gut aufgestellt sei. Neben den Löschteichen und Wassertanks existiert in Niederösterreich eine Sondereinheit für Waldbrände mit 600 Feuerwehrleuten in Bereitschaft. Diese Einheit ist mit 33 Fahrzeugen ausgestattet und laut Darstellung national wie international einsetzbar.

Spezialfahrzeuge und internationale Trainings

Für Einsätze im Wald setzt die Feuerwehr Niederösterreich geländegängige Pick-up-Fahrzeuge ein. Diese sind mit speziellen Schläuchen sowie Kühlsystemen für Reifen und Kabine ausgerüstet, um unter den Bedingungen eines Waldbrandes operieren zu können.

Bei der Ausbildung im Bereich Waldbrandbekämpfung setzt Niederösterreich auf Spezialtrainings im Ausland. Im Vorjahr fand ein entsprechendes Training in Griechenland statt, für das laufende Jahr ist ein weiteres auf Sardinien vorgesehen. Bei diesen Übungen stimmen sich Einheiten unterschiedlicher Länder untereinander ab. Fahrafellner erklärt, man habe bei den Auslandstrainings viel Erfahrung sammeln können und gehöre mittlerweile selbst zu den Top-Nationen in Europa.

Hubschraubereinsatz und Nachtflugfähigkeit

Als Ziel wird genannt, die Einsatzmöglichkeiten von Hubschraubern künftig zu verbessern. Derzeit sind die eingesetzten Maschinen nicht nachtflugtauglich. Laut Fahrafellner gibt es bei der Nachtflugtauglichkeit der Hubschrauber noch Verbesserungsmöglichkeiten.

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