Bau des Wasserkraftwerks Traunfall in Roitham schreitet voran
In Roitham im Bezirk Gmunden entsteht derzeit das neue Laufwasserkraftwerk Traunfall. Die Anlage an der Traun soll künftig rund 35.000 Haushalte mit Strom aus Wasserkraft versorgen.
Kernstück des Projekts ist ein knapp 400 Meter langer Stollen, über den Wasser aus der Traun zum Kraftwerk und anschließend wieder zurück in den Fluss geleitet werden soll.
Tunnelvortrieb mit Sprengungen rund um die Uhr vorbereitet
Die Mineure treiben den Tunnel mit Sprengarbeiten voran und erreichen dabei einen täglichen Fortschritt von etwa acht Metern. Nach den Sprengungen kommt auf der Baustelle schweres Gerät zum Einsatz. Seit Ende Jänner wurden rund 330 Meter Stollen in das Gestein getrieben.
Auf der Baustelle wird im Schichtbetrieb rund um die Uhr gearbeitet. Zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr darf allerdings nicht gesprengt werden. In dieser Zeit wird laut Bauleiter Manuel Lagger mit einer Anbaufrese am Bagger weitergearbeitet.
Technisches Konzept und Zeitplan
Der fertige Stollen soll einen Durchmesser von etwa acht Metern und eine Länge von 390 Metern haben. Projektleiter Maximilian Zillig gibt an, dass künftig bis zu 130 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch den Stollen und anschließend durch das Kraftwerk fließen sollen. Ab Herbst 2028 soll das neue Kraftwerk Strom liefern, der Stollen soll voraussichtlich im selben Zeitraum mit Traunwasser geflutet werden.
Das neue Laufwasserkraftwerk Traunfall wird nach Angaben der Energie AG das drittgrößte Kraftwerk des Unternehmens an der Traun sein. Das letzte Stück des Stollens soll erst 2027 von der gegenüberliegenden Seite vorangetrieben werden.
Stollenportal und Naturschutzgebiet
Das südseitige Stollenportal liegt in der Traun. Mit den Arbeiten daran kann laut Projektleiter Zillig erst begonnen werden, wenn das alte Kraftwerk Traunfall stillgelegt worden ist.
Der Bereich Traunfall befindet sich in einem Natura-2000-Naturschutzgebiet. Nach Angaben der Energie AG soll das Naturjuwel Traunfall in seiner Schönheit unberührt bleiben. Zillig erklärt, es sei darauf geachtet worden, die Eingriffsflächen im Natura-2000-Gebiet möglichst gering zu halten. Der Voraushubtrichter für das Projekt liegt außerhalb des Schutzgebiets, ebenso soll auch das neue Kraftwerk Traunfall außerhalb des Naturschutzgebiets errichtet werden.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








