Wassernotstand in der Steiermark: Poolbefüllung gerät ins Visier der Gesetzgeber
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Wasserknappheit in der Steiermark: Forderungen nach Regelungen für Poolbefüllung

In mehreren Regionen der Steiermark wird von Wasserknappheit und Trockenheit berichtet. Vor diesem Hintergrund wächst in vielen Gemeinden der Druck, gesetzliche Regelungen für das Befüllen von Pools einzuführen.

Am Pfingstwochenende kam es laut Berichten dazu, dass Trinkwasserengpässe in Kauf genommen wurden, während private Schwimmbäder befüllt wurden. Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und die Landesregierung sehen Handlungsbedarf.

Engpässe in Gleinstätten

In Gleinstätten standen am vergangenen Wochenende zwei der drei Hochbehälter leer, einige Haushalte waren ohne Trinkwasser. Die Bürgermeisterin von Gleinstätten, Elke Halbwirth (ÖVP), verweist darauf, dass das gelieferte Wasser Trinkwasser sei.

Halbwirth betont, Trinkwasser sei in erster Linie dafür da, dass sich Menschen damit ernähren und versorgen können, zudem müssten auch Tiere damit versorgt werden. In Gleinstätten gibt es einen Poolfüllkalender, der laut Angaben weitgehend funktioniert, es komme jedoch zu Ausreißern.

Forderungen aus den Gemeinden

Auch der Bürgermeister von Großklein, Christoph Zirngast (ÖVP), spricht sich für Regelungen aus. Er geht davon aus, dass es ohne eine Wasser- oder Poolgebühr nicht gehen werde und erwartet Unterstützung von Landesseite.

Zirngast betont, die aktuelle Situation betreffe nicht nur seine Gemeinde, sondern viele Gemeinden. Er schließt sich damit den Forderungen nach klaren Vorgaben für den Umgang mit Wasser und für das Befüllen von Pools an.

Aufruf zum Wassersparen und geplanter runder Tisch

Der Wasserverband Eibiswald-Wies hat in den von ihm versorgten Gemeinden zu einem sparsamen Umgang mit Trinkwasser aufgerufen. Für das verlängerte Wochenende von 4. bis 7. Juni ersucht der Verband, auf Bewässerungen, Poolbefüllungen und weitere vermeidbare Wasserverbräuche zu verzichten.

Auf Landesebene hat Landesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) einen runden Tisch angekündigt, der in den kommenden Wochen stattfinden soll. Ziel ist es, Lösungen für den Umgang mit Wasserknappheit zu erarbeiten und ordnungspolitische Instrumente zu prüfen, die den Gemeinden mehr Handhabe geben könnten.