Wasserrettung bekräftigt Forderung nach verpflichtenden Schwimmkursen für Kinder
Zum Beginn der Badesaison erneuert die steirische Wasserrettung ihre Forderung nach verpflichtenden Schwimmkursen für Kinder. Landesleiter Kurt Rath spricht sich zudem für verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse für Poolbesitzer aus.
Seit dem betreffenden Wochenende haben in der Steiermark mehrere Freibäder, darunter die Auster in Graz, geöffnet. Auch viele Campingplätze sind in die Saison gestartet.
Die Wasserrettung fordert seit Jahrzehnten, dass jedes Kind bis zum neunten Lebensjahr ein Schwimmabzeichen ablegt – entweder in der Schule oder bei Einrichtungen wie dem Jugendrotkreuz. Landesleiter Kurt Rath setzt sich nach eigenen Angaben seit Jahren für Änderungen im Bereich der Schwimmausbildung für Kinder ein und kritisiert, dass trotz der langjährigen Forderungen bisher nichts geschehen sei. Er deponiere seine Bitte zur Umsetzung jedes Jahr erneut und sei mit dieser Forderung auch im Land Steiermark vorstellig geworden.
Laut Darstellung wird die Idee im Land Steiermark als „gute Idee“ bezeichnet, jedoch bisher nicht umgesetzt. Eine finanzielle Unterstützung von ein bis zwei Euro pro Schwimmabzeichen als zusätzlicher Motivationsfaktor sei nach den Schilderungen Raths derzeit nicht umsetzbar.
Zusätzlich plädiert Rath dafür, dass Personen mit Poolbesitz einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren sollen. Er nennt als Mindestdauer acht Stunden und bezeichnet eine Kursdauer von 16 Stunden als besser.
Die steirische Wasserrettung weist darauf hin, dass Tod durch Ertrinken bei Kindern zu den häufigsten unnatürlichen Todesursachen zählt. Am 30. Mai führt die Organisation in Pieberstein in der Weststeiermark eine große öffentliche Übung durch. Vorgesehen ist dabei unter anderem eine Wasserbergung mit Hubschrauber, an der alle großen Blaulichtorganisationen gemeinsam teilnehmen.








