Semmeringbahn: Bauarbeiten am Viadukt „Kalte Rinne“ abgeschlossen
Auf der historischen Semmeringstrecke zwischen Niederösterreich und der Steiermark sind nach rund zweieinhalb Monaten die Bauarbeiten abgeschlossen. Fern- und Nahverkehr rollen seit Freitagfrüh auf der direkten Verbindung wieder ohne Einschränkungen im regulären Betrieb.
Während der Arbeiten war die Gebirgsbahn nur eingleisig befahrbar. Die Züge fuhren dabei auf einem Gleis an der Baustelle vorbei, während am zweiten Gleis gearbeitet wurde.
Sanierung des größten Viadukts der Strecke
Schwerpunkt der Bauarbeiten war die Sanierung des Viadukts „Kalte Rinne“, des größten Viadukts entlang der Semmeringbahnstrecke. Beim Viadukt wurden laut ÖBB 92 Tonnen Betonstahl verbaut und 1.200 Quadratmeter Abdichtungsbahnen verarbeitet.
Im Zuge der Revitalisierung wurden außerdem 200 Meter Gleise und eine Weiche erneuert. Die Gesimssteine des Viadukts wurden beim Abtragen nummeriert und sollen in den kommenden Wochen wieder aufgesetzt werden. Diese Arbeiten sollen nach Angaben der ÖBB in Nachtschichten erfolgen.
Investitionen und Denkmalschutz
In die Revitalisierung der Semmering-Bergstrecke wurden im Jahr 2026 insgesamt 20 Millionen Euro investiert. An der schwer zugänglichen Baustelle waren 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz.
Bei den Arbeiten musste der Denkmalschutz berücksichtigt werden. Die Gebirgsbahn ist rund 170 Jahre alt und gilt als historische Strecke.
Ausblick auf Semmering-Basistunnel
Die Eröffnung des Semmering-Basistunnels ist für Ende 2029 geplant. Die 170 Jahre alte Gebirgsbahn soll nach der Eröffnung bestehen bleiben.
Durch den Basistunnel soll sich die Fahrzeit auf der Strecke zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag erheblich verkürzen. Schnellzüge sollen die Strecke künftig statt in 45 in etwa 15 Minuten zurücklegen.








