Wien im Wandel: Auf dem Weg zur grünen Oase trotz Klimawandel
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Wien setzt bei Trockenheit verstärkt auf angepasste Stadtbegrünung

Wien ist von Trockenheit betroffen. Die Wiener Stadtgärten sind intensiv damit beschäftigt, die Bäume in der Stadt mit Wasser zu versorgen und die Begrünung an veränderte Bedingungen anzupassen.

Der Direktor des Wiener Stadtgartenamts, Karl Hawliczek, erläuterte in der Sendung „Wien heute“, dass täglich rund 50 Tankfahrzeuge im Einsatz sind. Diese bringen über den Tag verteilt etwa 400.000 Liter Wasser aus. Zusätzlich sind rund 1.000 automatische Bewässerungsanlagen in Betrieb.

Nach Angaben von Hawliczek wurden im Wiener Stadtgartenamt bereits vor rund zwei Jahrzehnten Maßnahmen mit Blick auf den Klimawandel gesetzt. Entscheidend sei die Auswahl der Pflanzen für die Stadtbegrünung. Bei der Auswahl der Baumarten werde auf Stadttauglichkeit geachtet, insbesondere auf den Wasserbedarf, steigende Temperaturen und andere Umwelteinflüsse.

In Wien gibt es demnach derzeit ein Baumsortiment von 25 Baumarten und -sorten, die als sehr resistent beschrieben werden. Als Beispiele nennt Hawliczek den Feldahorn und den Zügelbaum. Bei der Prater Hauptallee soll sich hingegen auch langfristig nichts ändern: Dort sollen weiterhin Kastanien gepflanzt werden, um die Allee aufgrund ihrer historischen Bedeutung mit Kastanien bepflanzt und grün zu halten.

Parallel dazu werden in Wien immer mehr Rasenflächen in naturnahe Blumenwiesen umgewandelt. Diese kommen laut Bericht mit weniger Wasser aus. Nach den Ausführungen von Hawliczek blühen solche Wiesen stärker, wenn sie kargen, trockenen Boden bekommen. Zudem werden verstärkt Stauden und Gräser eingesetzt.

Hawliczek äußert die Einschätzung, dass Wien in den nächsten Jahrzehnten zunehmend grüner werden wird. Den Baum bezeichnet er als effizientesten „Kühler“ in der Stadt und im öffentlichen Raum. Gleichzeitig soll im Wiener Stadtgartenamt gespart werden. Bei den Pflanzenschemata werden daher Neuerungen umgesetzt, die in Pflanzung und Erhaltung kostengünstiger sind.

Als Beispiel nennt Hawliczek niedrige Hölzer, auf die man sich in den nächsten Wochen und Monaten konzentrieren werde. Mit den neuen Pflanzenschemata soll es vom Frühjahr bis in den Herbst möglichst lange blühen. Sie sollen mit Gräsern und Zwiebelpflanzen kombiniert werden. Ziel ist nach seinen Angaben eine ganzjährige, ansehnliche Gehölzkulisse.

Als nächstes Großprojekt wird der ehemalige Nordwestbahnhof angeführt. Auf dem Gelände ist eine Parkanlage von mehr als zehn Hektar geplant. Statt kurzgeschorener Rasenflächen sind dort Blumenwiesen vorgesehen. Hawliczek sagt, man liege mit dieser Entwicklung im Trend der Zeit. Früher habe es mehr Interventionen seitens der Bevölkerung gegeben, die häufigeres Mähen forderten. Nun wünsche sich die Bevölkerung eher, dass nicht so oft gemäht werde, damit mehr blüht und mehr Insekten angezogen werden.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.