Wien investiert 270.000 Euro in Demokratie- und Beteiligungsprojekte 2026: Wer kann sich bewerben?
Dieses Thema Freunden empfehlen

Wien fördert 2026 Demokratie- und Beteiligungsprojekte

Die Stadt Wien stellt im Jahr 2026 Fördermittel für Demokratie- und Beteiligungsprojekte zur Verfügung. Insgesamt sind dafür 270.000 Euro vorgesehen.

Pro Projekt können im Rahmen dieser Förderung 10.000 Euro beantragt werden. Projekte können bis zum 30. April eingereicht werden.

Auswahl durch Fachjury

Welche Projekte umgesetzt werden, entscheidet eine Fachjury. Die geförderten Vorhaben sollen niederschwellig und praxisnah sein.

Im Jahr 2025 gingen mehr als 270 Projekteinreichungen ein, von denen 34 Projekte umgesetzt wurden. Als Beispiele werden das Beserlparktheater, ein Mitmach-Supermarkt und ein Bürgerinnenrat zum Thema Medien und Demokratie genannt.

Demokratiehauptstadt und Büro für Mitwirkung

Von November 2024 bis November 2025 war Wien Europäische Demokratiehauptstadt. In diesem Zeitraum konnten Interessierte an 600 Programmpunkten teilnehmen. Dabei wurden unter anderem Rap-Texte analysiert und queere Stadtplanung thematisiert; außerdem gab es Angebote zu Argumentationstraining sowie Informationen über die Gefahren von Fake News.

Im Juni 2024 entstand das Büro für Mitwirkung, das sich um Fragen der Demokratieentwicklung kümmert. Dessen Referatsleitung hat Wencke Hertzsch inne.

Wiener Demokratiestrategie und Beteiligung

Am 22. Oktober 2025 beschloss der Gemeinderat die Umsetzung der Wiener Demokratiestrategie. Damit möchte die Stadt neue Zielgruppen aktivieren, das Zusammenleben und das Miteinander stärken sowie Demokratiebildung und Meinungsbildung fördern.

In diesem Zusammenhang wird ein Unterschied zwischen Beteiligung und politischer Mitbestimmung beschrieben. Festgehalten wird, dass das Wahlrecht auf der Staatsbürgerschaft beruht.

Großer Anteil nicht wahlberechtigter Bevölkerung

Laut eigenen Angaben der Stadt Wien besitzen 36 Prozent der Wiener Bevölkerung im wahlfähigen Alter keine Staatsbürgerschaft. Dadurch sind rund 611.000 Menschen vom Wahlrecht ausgeschlossen.

Der Anteil der nicht wahlberechtigten Wienerinnen und Wiener hat sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Die Stadt Wien bewertet diese Entwicklung als problematisch für Integration und für die Legitimität der gewählten politischen Vertretung.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.