Wien plant Vorwärts: Die Wasserstrategie 2050 sichert Versorgung trotz Klimakrise
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Wien entwickelt Wasserstrategie für die kommenden Jahrzehnte

Die Stadt Wien richtet ihre Wasserversorgung langfristig neu aus. Hintergrund sind ein steigender Wasserverbrauch sowie eine konstante Nachfrage für die zahlreichen Brunnenanlagen in der Stadt.

Mit der Strategie „Wiener Wasser 2050“ plant Wien Investitionen, neue Wasserquellen und zusätzliche Speicher, um die Versorgung in den nächsten Jahrzehnten abzusichern.

Ausbau der Infrastruktur und neue Speicher

Wien investiert nach eigenen Angaben jährlich 130 Millionen Euro, um die Wasserversorgung in Zeiten der Klimakrise zu sichern. Ein Teil dieser Mittel fließt in die Erschließung neuer Wasserquellen sowie in die Erweiterung des Wasserwerks auf der Donauinsel.

Zudem sollen neue und größere Wasserspeicher errichtet werden. Ziel ist es, die Stadt künftig für fünf Tage ohne neues Wasser versorgen zu können. Parallel dazu wird das Leitungsnetz modernisiert und ausgebaut.

Steigender Verbrauch und klimatische Herausforderungen

Der Wasserbedarf in Wien nimmt zu. Als Gründe werden Klimawandel und Bevölkerungswachstum genannt. Laut Paul Hellmeier, Leiter von Wiener Wasser (MA 31), muss bei wachsender Bevölkerung in Summe mehr Wasser zur Verfügung gestellt werden.

Hitzewellen im Sommer treten häufiger auf, der Wasserverbrauch steigt in dieser Zeit teilweise um ein Drittel. Nach längeren Trockenperioden wird insbesondere das Gießen von Gärten zu einem Thema. Hellmeier verweist außerdem darauf, dass intensiverer, aber seltener Niederschlag eine zusätzliche Herausforderung darstellt.

Bewässerung von Grünflächen und alternative Ressourcen

Der Wasserforscher Roman Neunteufel von der BOKU sieht die Wiener Wasserversorgung grundsätzlich gut gerüstet. Beim Bewässern der Grünräume ortet er jedoch Änderungsbedarf. Künftig soll nicht jede Bepflanzung in der Stadt aus der Trinkwasserleitung bewässert werden.

Neunteufel erwartet, dass zusätzliche alternative Wasserressourcen ein Thema werden, wenn mehr Grün in die Stadt kommt. Man werde versuchen, Oberflächen nicht auszubeuten. Wo es möglich ist, könnte Oberflächenwasser aus der Donau zur Bewässerung genutzt werden.

Grauwasser als Ergänzung zur Trinkwassernutzung

Als weitere Option wird der Einsatz von Grauwasser beschrieben. Dabei handelt es sich um wenig verschmutztes Abwasser aus Dusche oder Waschmaschine. Dieses Wasser kann aufbereitet und zum Gießen verwendet werden.

Durch den verstärkten Einsatz von Grauwasser soll ausreichend Wasser zum Trinken und für die Wiener Brunnen zur Verfügung stehen.

Brunnen als fixer Bestandteil der Wasserversorgung

Die Stadt Wien verwaltet rund 1.800 Trinkbrunnen sowie 55 Monumental- und Denkmalbrunnen. Der Bedarf an Wasser für diese Brunnen bleibt nach Angaben der Stadt konstant.

Ein Beispiel ist der Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz, der mit 530.000 Litern Hochquellwasser befüllt wird. Auch diese Anlagen werden in die langfristigen Planungen der Wasserstrategie einbezogen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.