Wiener Bäder starten am 2. Mai in die Sommersaison 2026
Alle 30 Wiener Frei-, Kombi- und Familienbäder öffnen zur Sommersaison 2026 am 2. Mai. Die neue Saison bringt unter anderem wieder Monatskarten, erweiterte Online-Ticketmöglichkeiten sowie verlängerte Öffnungszeiten in einem Strandbad.
Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) hat die Neuerungen für die Bäder vorgestellt. Zudem werden Investitionen in Infrastruktur, Energieeffizienz und Sicherheitskonzepte umgesetzt.
Tickets, Preise und neuer Einlass
Die Ticketpreise der Wiener Bäder wurden per 1. Jänner im Zuge einer Indexanpassung automatisch um 6,37 Prozent erhöht. Die im September 2021 abgeschaffte Monatskarte ist 2026 wieder erhältlich: Sie kostet für Erwachsene 48,60 Euro, für Jugendliche 36,60 Euro und für Kinder 16,80 Euro.
Die Monatskarte kann ab 2. Mai an jedem beliebigen Tag erworben werden und ist ab Kauf für 30 Tage gültig. Online-Tickets sind ab sofort sieben Tage im Voraus erhältlich. Für das Frühschwimmen in den Schwimmhallen können Tickets ebenfalls online gekauft werden; die Badekassa für das Frühschwimmen bleibt ab 2. Mai geschlossen.
Im Gänsehäufel, das als beliebtestes und größtes Sommerbad in Wien bezeichnet wird, wird ein eigener Zutritt mit elektronischem Check-in für Dauer- oder Onlinekarten eingerichtet. Diese Fastlane soll zur Hauptsaison Anfang Juni starten. In den Kombibädern Simmeringer Bad, Ottakringer Bad, Großfeldsiedlungsbad und Donaustädter Bad ist der Ticketkauf nur an der Freibadkassa möglich.
Verlängerte Öffnungszeiten an der Alten Donau
Im Strandbad Alte Donau werden 2026 erstmals verlängerte Öffnungszeiten getestet. Von 20. Juni bis 2. August ist bei Schönwetter erst um 20.30 Uhr Badeschluss. In diesem Zeitraum wird auch der Kassenschluss um eine Stunde verlängert.
Nach dem Testbetrieb der verlängerten Öffnungszeiten im Strandbad Alte Donau ist eine Evaluierung durch die MA 44 vorgesehen.
Angebot an Schwimmkursen ausgebaut
In ausgewählten Schwimmhallen finden 2026 insgesamt 192 Sommerschwimmkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Die Anzahl der Kursplätze wurde auf 1.152 erhöht. Ein Kurs mit zehn Einheiten kostet 130 Euro, die Online-Anmeldung ist ab 1. Juni ab 8 Uhr möglich.
Zusätzlich werden 16 Kurse unter der Bezeichnung „Wasserspaß“ angeboten. Dabei handelt es sich um einwöchige Wassergewöhnungskurse um 16 Uhr für Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren. Für diese Kurse stehen insgesamt 128 Plätze zur Verfügung; sie kosten 65 Euro für fünf Einheiten. Die Anmeldung ist ab 1. Juni möglich.
Sanierungen, Neubauten und Energieeffizienz
In den Freibädern Ottakring, Döbling und Großfeldsiedlung wurden die Wasserrutschen erneuert; sie stehen ab Saisonstart 2026 zur Verfügung. Das Bezirkshallenbad in Hietzing soll bis Herbst 2027 saniert werden, die Wiedereröffnung der Schwimmhalle in Döbling ist für Herbst 2026 geplant.
Im Jörgerbad werden ab 3. Juli umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Die Trainingshallen im Simmeringer Bad und im Großfeldsiedlungsbad sind fertiggestellt. Eine neue Schwimmhalle im Höpflerbad ist im Bau, weitere Schwimmhallen sind im Laaerbergbad und bei der Seestadt Aspern geplant.
Im Zuge von Sanierungen setzen die Wiener Bäder auf Wärmepumpen sowie Photovoltaik- und Solarthermieanlagen. Zudem werden Lüftungs- und Heizsysteme optimiert, auf LED-Beleuchtung umgestellt und die Warmwasseraufbereitung modernisiert. Laut Jürgen Czernohorszky sollen diese Maßnahmen rund 2,3 Millionen Euro einsparen.
Sicherheitskonzept und Badeordnung
Gemeinsam mit dem Frauenservice wurde ein „Code of Conduct“ für die Wiener Bäder erstellt. Er sieht Maßnahmen bei Belästigungsfällen vor und legt klare Abläufe zur Meldung und Bearbeitung von Vorfällen sowie Ansprechpersonen fest.
Parallel dazu wurde die Badeordnung überarbeitet. Badegäste werden aufgefordert, umsichtig zu handeln und ihrer Aufsichtspflicht gegenüber Kindern und Jugendlichen nachzukommen. Zudem werden sie ermutigt, Zivilcourage zu zeigen, aufmerksam zu sein und verdächtige Situationen zu melden.
Laut Jürgen Czernohorszky sollen sich alle Gäste in Wiens Bädern wohl und sicher fühlen. Er betont, dass in den Wiener Bädern Null Toleranz gegenüber sexuellen Belästigungen jeder Art herrsche, diese keinen Platz hätten und mit unbefristetem Haus- und Badeverbot sanktioniert würden.
Betrieb aller Standorte 2026 gesichert
Laut Jürgen Czernohorszky garantieren die Wiener Bäder im Jahr 2026 den Betrieb aller städtischen Standorte. Die Saison der Wiener Freibäder beginnt am 2. Mai mit neuen Monats- und Online-Tickets, längeren Öffnungszeiten und einem neuen Einlasssystem.








