Wiener Linien legen Jahresbilanz 2025 mit Rekord bei Dauertickets vor
Die Wiener Linien verzeichneten im Jahr 2025 einen neuen Höchststand bei Dauertickets. Gleichzeitig blieb die Gesamtzahl der Fahrgäste noch unter dem Niveau vor der CoV-Pandemie.
Im Netz der Wiener Linien waren 2025 knapp 1,34 Millionen Menschen mit Dauertickets wie Jahreskarten oder dem Klimaticket unterwegs. Diese Zahl stellt einen neuen Rekord dar. Insgesamt nutzten 903 Millionen Fahrgäste im vergangenen Jahr die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien, im Schnitt 2,47 Millionen Menschen pro Tag.
Im Vergleich zu 2024 stieg die Gesamtfahrgastzahl um 3,4 Prozent. Damit liegt sie jedoch weiterhin unter den Werten vor der CoV-Pandemie, als die Wiener Linien in den Jahren 2018 oder 2019 bereits die Marke von 960 Millionen Fahrgästen überschritten hatten. Geschäftsführerin Alexandra Reinagl bezeichnete das Überschreiten von 900 Millionen Fahrgästen im Jahr 2025 als einen wichtigen Meilenstein.
Tarifreform und Entwicklung bei Jahreskarten
Zum 1. Jänner 2026 wurde der Preis der Jahreskarte bei Einmalzahlung von 365 Euro auf 467 Euro erhöht. Alexandra Reinagl berichtete von einer erhöhten Zahl an Kündigungen im November 2025. Unmittelbar vor Inkrafttreten der Tarifreform wurde laut Reinagl eine erhöhte Zahl an Neuabschlüssen von Jahreskarten registriert.
Im Februar 2026 wurden zahlreiche Neubestellungen von Jahres- und Jugendjahreskarten registriert. Die Wiener Linien führen dies unter anderem auf Umstiege vom Semesterticket auf die neue Jugendjahreskarte zurück. Reinagl hält es nicht für realistisch, dass die Jahreskarte wieder günstiger wird.
Ausbau des Netzes und Investitionen
Im Bereich der Infrastruktur wurden zwei neue Straßenbahnstrecken, die Linien 12 und 27, fertiggestellt. Der Spatenstich für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 wurde gesetzt. Der Bau der U2-Verlängerung und der neuen U-Bahn-Linie U5 schreitet voran; laut Reinagl gibt es aktuell keine Änderungen am Zeitplan dieser Projekte.
Für das Jahr 2026 sind Investitionen in der Höhe von 759,9 Millionen Euro geplant. Rund die Hälfte dieser Summe entfällt auf den Neubau der U-Bahn.
Personalstand und alternative Mobilitätsangebote
Bei den Wiener Linien sind derzeit mehr als 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Reinagl erwartet nicht, dass der Personalstand weiter deutlich steigt. Bei Nachbesetzungen wird geprüft, ob diese notwendig sind.
Auch ergänzende Mobilitätsangebote wurden stärker genutzt. Die Wien-Mobil-Räder wurden 2025 insgesamt 1,14 Millionen Mal ausgeliehen, ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2024. Die E-Autos des Betreibers kamen im selben Zeitraum fast 68.700 Mal zum Einsatz, was einer Steigerung von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.








