Wiener Ordensspitäler im Wandel: Von stationärer zu ambulanter Patientenversorgung
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Wiener Ordensspitäler bauen ambulante Versorgung aus

In den Wiener Ordensspitälern verschiebt sich der Schwerpunkt der Versorgung zunehmend von stationären zu ambulanten Leistungen. Neue Strukturen in Notfall- und Ambulanzbereichen sowie Vorgaben der Stadt Wien prägen die aktuelle Entwicklung.

Im Jahr 2025 wurden in sieben Wiener Ordenskrankenhäusern rund 480.000 Patientinnen und Patienten betreut, davon 120.341 stationär und 359.980 ambulant. In diesem Zeitraum wurden mehr als 58.900 Operationen und 11.590 Rettungszufahrten verzeichnet.

Ausbau der Notfall- und Ambulanzversorgung

Im Ordensspital Barmherzige Schwestern in Mariahilf wurde die internistische Notfallambulanz vor rund einem Jahr ausgebaut. Seit Februar 2025 ist die Zentrale Aufnahme und Erstversorgung (ZAE) dort täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Leitender Oberarzt der ZAE ist Bernhard Schönthoner.

In der ZAE werden rund 35 Patientinnen und Patienten pro Tag behandelt. Es handelt sich dabei unter anderem um Herzinfarkte, Schlaganfälle und Magen-Darm-Erkrankungen. Etwa die Hälfte der Patientinnen und Patienten wird stationär aufgenommen. Rund 20 Personen pro Tag werden meist am Vormittag mit der Rettung gebracht, die übrigen kommen zu Fuß.

In der internistischen Notfallambulanz arbeiten ein bis zwei Fachärzte gemeinsam mit mehreren Assistenz- und Turnusärzten. Die Struktur der ZAE ist nach dem Manchester-Triage-System aufgebaut. Neu eintreffende Personen werden nach einer Ersteinschätzung in fünf Gruppen eingeteilt, wobei farbige Armbänder eingesetzt werden. Die Farben Rot und Orange bedeuten, dass eine Patientin oder ein Patient nur null bis fünf Minuten warten darf. Ziel der Triage ist es, schnell sichere und nachvollziehbare Behandlungsprioritäten festzulegen. Die Raumaufteilung der ZAE umfasst einen Erstuntersuchungsraum beim Eingang, einen Großbehandlungsraum mit getrennten Kojen und zwei getrennte Isolierzimmer.

Geschäftsführer der Barmherzigen Schwestern ist Thomas Pavek. Er rechnet für das Jahr 2025 mit rund 4.000 Rettungszufahrten und etwa 3.000 Patientinnen und Patienten, die selbstständig in die Ambulanz kommen. Die neue Ambulanz in Mariahilf ist Teil einer Entwicklung in den Wiener Ordensspitälern mit Fokus auf ambulante statt stationäre Versorgung.

Strukturwandel in den Ordensspitälern

Der Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG) sieht vor, dass die Ordensspitäler in den kommenden Jahren „digitaler, ambulanter, akuter“ werden. Dieses Ziel verfolgen die Einrichtungen nach eigenen Angaben auch selbst. Laut David Pötz, Geschäftsführer der Vinzenz Kliniken Wien, soll der Umbau der Versorgung vor allem durch den Ausbau tagesklinischer Strukturen erreicht werden. Stationäre, tagesklinische und ambulante Leistungen sollen getrennt werden, um effizienter zu arbeiten.

Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Leopoldstadt, dessen Kaufmännischer Direktor Günter Pacher ist, soll die Anzahl der stationären Betten von 411 auf 362 reduziert werden. Gleichzeitig ist geplant, die tagesklinischen Eingriffsräume von zwei auf sechs zu erhöhen und die ambulanten Untersuchungsplätze von rund 50 auf 85 zu erweitern.

Laut David Pötz sind die stationären Fallzahlen der Wiener Ordensspitäler im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 leicht gesunken, während die ambulanten Behandlungen um rund zehn Prozent gestiegen sind.

Förderungen und Gastpatientenregelungen

Ende März 2026 beschloss der Wiener Gemeinderat für die Ordensspitäler eine Fördersumme von 174 Millionen Euro für dieses Jahr. Diese Förderung ist laut David Pötz an Vorgaben der Stadt Wien gekoppelt. Eine dieser Vorgaben betrifft die stationären Behandlungen von Gastpatientinnen und Gastpatienten aus anderen Bundesländern.

Die Zahl stationärer Behandlungen von Gastpatienten soll reduziert werden. Die Vorgabe lautet, dass stationär behandelte Gastpatienten nur 60 Prozent des Niveaus von 2019 ausmachen dürfen. Für das Jahr 2025 waren 80 Prozent des Niveaus von 2019 vereinbart. Laut David Pötz halten sich die Ordensspitäler an diese Vorgaben.

Ebenfalls nach Angaben von Pötz gibt es in den Ordensspitälern keine getrennten Wartelisten für Wiener Patientinnen und Patienten und Personen aus anderen Bundesländern. Termine können je nach Behandlungsbedarf unterschiedlich schnell vergeben werden. Die tatsächliche Entwicklung der Zahl der Gastpatienten hängt laut Pötz auch davon ab, wie gut die Versorgung in den Bundesländern funktioniert.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.