Debatte um Sonntagsöffnung in Wien hält an
In Wien bleibt die Frage der Sonntagsöffnung von Geschäften umstritten. Der Eurovision Song Contest soll voraussichtlich ohne geöffnete Geschäfte am Sonntag stattfinden.
Parallel zur politischen Diskussion hat die Stadt Wien Schwerpunktkontrollen durchführen lassen. Ziel war nach Angaben der Stadt, faire Wettbewerbsbedingungen und den Konsumentenschutz zu sichern.
Schwerpunktkontrollen und Anzeigen
Im Zuge von zwei Schwerpunktkontrollen der Gruppe Sofortmaßnahmen wurden 37 Betriebe überprüft. Davon hatten 23 Betriebe am Sonntag geöffnet und wurden im Zusammenhang mit der Sonntagsöffnung als illegal geöffnet bezeichnet.
Zusätzlich zu diesen 23 Fällen wurden 35 weitere Anzeigen erstattet. Diese betrafen unter anderem abgelaufene Produkte und falsche Preisauszeichnung.
Als mögliche Strafen werden Geldbeträge von bis zu 1.090 Euro genannt. Im Extremfall kann die Gewerbeberechtigung entzogen werden.
Unterschiedliche politische Positionen
Die Kontrollen fanden während einer laufenden politischen Debatte über die Sonntagsöffnung statt. Die Sonntagsöffnung wird dabei als umstritten beschrieben.
Die ÖVP spricht sich für eine Sonntagsöffnung aus. Die NEOS wollen rund um den Eurovision Song Contest einen Pilotversuch zur Sonntagsöffnung. Die SPÖ als großer Koalitionspartner lehnt eine Sonntagsöffnung ab, ebenso die Gewerkschaft.
Es wird darauf verwiesen, dass laut einem früheren Bericht der Zeitung „Kurier“ viele Betriebe das bestehende Sonntagsöffnungsverbot bereits jetzt nicht einhalten.








