Wiener Töchtertag feiert 25 Jahre und öffnet für alle Altersstufen
Der Wiener Töchtertag begeht sein 25-jähriges Bestehen und findet in Wien statt. Rund 300 Unternehmen öffnen dafür ihre Türen.
Erstmals richtet sich das Angebot an Mädchen aller Altersstufen vom vorletzten Kindergartenjahr bis zur Matura. Ziel ist es, Mädchen und jungen Frauen Berufe abseits gängiger Rollenklischees näherzubringen.
Angebote für Kindergarten, Volksschule und Schülerinnen
Schülerinnen können beim Wiener Töchtertag in verschiedene Betriebe hineinschnuppern und unterschiedliche Berufsbilder kennenlernen. Dabei stehen insbesondere Berufe in den Bereichen Technik, Digitalisierung, Handwerk und Naturwissenschaften im Fokus, in denen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind.
Mädchen und junge Frauen haben die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder zu entdecken und neue Perspektiven zu gewinnen. Kinder werden im Rahmen der Angebote auf spielerische Weise an die Berufswahl herangeführt.
Laut Laura Wimmer vom Frauenservice Wien gibt es ein durchgehendes Angebot vom vorletzten Kindergartenjahr bis zur Matura. Für Mädchen im letzten und vorletzten Kindergartenjahr ist der „Töchtertag Mini“ vorgesehen, der „Töchtertag Kids“ richtet sich an alle Volksschülerinnen von der ersten bis zur vierten Klasse.
Kinder können in Begleitung von Lehrerinnen und Pädagoginnen für rund zwei Stunden in Institutionen oder Betriebe hineinschnuppern und dabei in Rollen wie Handwerkerinnen oder Programmiererinnen schlüpfen.
Mehr Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Lehrberufen
Laut WKO-Lehrlingsstatistik nähert sich der Frauenanteil in klassischen technischen Männerdomänen wie Metall oder Bau zunehmend der Zehn-Prozent-Marke. In diesen Bereichen stieg der Anteil von 5,7 Prozent auf 9,7 Prozent.
In der Bau-, Architektur- und Gebäudetechnik erhöhte sich der Frauenanteil demnach von 6,0 Prozent auf 9,5 Prozent. In der Lehrberufsgruppe Chemie/Kunststoff ist der Anteil in den vergangenen zehn Jahren von 30,9 Prozent auf 39,9 Prozent gestiegen.
Im Bereich Informatik sind mittlerweile 751 Mädchen in Ausbildung, das ist laut den Angaben fünfmal so viel wie im Jahr 2014. In einzelnen Lehrberufen wie Coding und Chemieverfahrenstechnik liegt der Frauenanteil bei rund 25 Prozent.
Verena Wiesinger, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FIW), dem Netzwerk der Wirtschaftskammer Wien für Unternehmerinnen, erklärte, der Wandel sei da und damit der Auftrag zur konsequenten und beschleunigten Förderung des Potenzials junger Frauen in technischen Berufen. Es gehe nun darum, den Fortschritt nachhaltig abzusichern. Wiesinger bezeichnete die aktuellen Zahlen als ein zukunftsweisendes Signal.








