Wiens Bürgermeister Ludwig in Rom: Gemeinsame Herausforderungen, Lösungen und die Zukunft des leistbaren Wohnens in Europas Großstädten
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Wiens Bürgermeister Ludwig zu Gesprächen bei Roms Stadtoberhaupt Gualtieri

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat sich in Rom mit dem Bürgermeister der italienischen Hauptstadt, Roberto Gualtieri, getroffen. An dem Treffen nahm auch der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, teil.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen steigende Wohn- und Lebenshaltungskosten in europäischen Großstädten sowie die Zusammenarbeit auf EU-Ebene, insbesondere bei der öffentlichen Beschaffung.

Schwerpunkt leistbares Wohnen

Ein zentrales Thema des Treffens war leistbares Wohnen, das die beteiligten Politiker als zentrale soziale Zukunftsfrage Europas beschrieben. Wien und Rom zählen zu den fünf größten Metropolen in der Europäischen Union und sehen sich laut Darstellung mit ähnlichen Herausforderungen bei der Bereitstellung leistbaren Wohnraums konfrontiert.

Ludwig bezeichnete leistbares Wohnen als Schlüsselfrage und zentrale soziale Frage. Er verwies dabei auf Wien als Vorzeigestadt für eine aktive Wohnbau- und Bodenpolitik mit starkem öffentlichem und gemeinnützigem Wohnsektor. Wien wird in diesem Zusammenhang als Stadt mit ausgeprägtem öffentlichen und gemeinnützigen Wohnsektor beschrieben.

Als weitere gemeinsame Herausforderung wurden Kurzzeitvermietungen genannt. Zudem wurde auf die Situation beider Städte als Tourismusstandorte und die damit verbundenen Anforderungen an den öffentlichen Verkehr hingewiesen.

Austausch zu Vergaberecht auf EU-Ebene

Auf europäischer Ebene besprachen Ludwig und Gualtieri die Reform des europäischen Vergaberechts, die Anfang März 2026 angenommen wurde. Die Reform wurde laut Darstellung von Gualtieri als Berichterstatter im Ausschuss der Regionen vorangetrieben.

Die Neuregelung zielt auf eine grundlegende Modernisierung und Vereinfachung der öffentlichen Beschaffung in der EU ab. Vergabeverfahren sollen für Städte und Regionen künftig deutlich einfacher, schneller und transparenter gestaltet werden.

Öffentliche Beschaffung soll zudem stärker an strategischen europäischen Zielen ausgerichtet werden. Genannt werden dabei Nachhaltigkeit, hochwertige Arbeitsplätze, Resilienz und soziale Verantwortung. Ludwig betonte, es sei wichtig, dass sich Städte zu diesen Themen austauschen, voneinander lernen und vergleichbare Modelle weiterentwickeln.