Wiens neuer Stadtteil: Die Zukunft von Rothneusiedl entschlüsselt
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Details zum Stadtentwicklungsgebiet Rothneusiedl präsentiert

Im Süden Wiens im Bezirk Favoriten werden die Pläne für das Stadtentwicklungsgebiet Rothneusiedl konkret. Die Stadt hat am 4. Mai 2026 Details zu dem neuen Stadtteil vorgestellt, der auf einem 124 Hektar großen Areal entstehen soll.

Vorgesehen sind auf dem Gebiet 9.000 Wohnungen für insgesamt rund 21.000 Menschen sowie ein eigenes Betriebsgebiet. Das Areal gilt seit vielen Jahren als potenzielles Stadterweiterungsgebiet.

Städtebauliches Leitbild und Beteiligung

Für Rothneusiedl wurde ein städtebauliches Leitbild entwickelt, das Mitte Mai der Stadtentwicklungskommission vorgelegt werden soll. An der Erarbeitung waren auch Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Planungsstadträtin Ulli Sima gehört der SPÖ an.

Das Konzept legt fest, wo Gebäude, Erholungsflächen, Straßen, Öffi-Anbindungen und Sportanlagen errichtet werden sollen. Insgesamt sind 9.000 Wohnungen geplant, etwa zwei Drittel davon im geförderten Sektor. Im vorgesehenen Betriebsgebiet sollen bis zu 8.000 Arbeitsplätze entstehen.

Grünraum und Verkehrserschließung

Der neue Stadtteil soll von einem Park umringt werden, der 25 Hektar Grünfläche umfasst. Insgesamt ist vorgesehen, dass ein Drittel des Stadtteils aus Grünraum besteht. Die geplante Süd-Stadt Rothneusiedl soll weitgehend frei von Straßen sein und dennoch gut mit dem Auto erreichbar bleiben. In unmittelbarer Nähe verläuft die Schnellstraße S1.

Die U-Bahn-Linie U1 soll das Gebiet ansteuern. Geplant ist, dass die U1 bei der Station Alaudagasse auf eine neue Trasse abzweigt, um Rothneusiedl zu erschließen. Die Züge der U1 sollen künftig abwechselnd zu zwei Endstationen fahren.

Zeithorizont für Bau und Besiedlung

Die Errichtung des neuen Stadtteils soll im Jahr 2030 beginnen. Die Besiedlung ist ab Mitte der 2030er Jahre vorgesehen. Der Bau der U-Bahn-Anbindung nach Rothneusiedl soll ebenfalls ab Mitte der 2030er Jahre starten, die Fertigstellung ist etwa für das Jahr 2040 geplant.

Frühere Pläne und andere Projekte

Die Verbauung der Fläche in Rothneusiedl war in der Vergangenheit nicht unumstritten. Es wurde früher darüber spekuliert, dass der Magna-Gründer und Ex-Politiker Frank Stronach in Rothneusiedl ein Stadion errichten könnte; dieses Projekt wurde nicht umgesetzt. Auch ein dort ventiliertes Einkaufszentrum kam nicht zur Ausführung.

Als weiteres großes Stadtentwicklungsgebiet in Wien wird die Seestadt Aspern genannt. Für dieses Gebiet ist die Verlängerung der Schnellstraße S1 als Nordostumfahrung samt Lobautunnel geplant, die noch errichtet werden soll.