Verfahren für geplanten Windpark in Sennwald gestartet
Im Kanton St. Gallen ist das Verfahren für einen Windpark in der Gemeinde Sennwald angelaufen. Geplant sind mehrere Windkraftanlagen im Gebiet Sennwalder Au/Büchel, rund zehn Kilometer von Feldkirch entfernt.
Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St. Gallen hat dafür ein Verfahren für einen kantonalen Sondernutzungsplan eingeleitet. Der Standort gehört zu 15 Zonen im Kanton, die im Richtplan offiziell für die Nutzung von Windenergie vorgesehen sind.
Vorgesehen ist ein Windpark mit drei bis vier Anlagen. An dem Projekt beteiligt sind die Gemeinde Sennwald, das lokale Elektrizitätswerk sowie zwei Energieunternehmen. Diese haben beim Kanton ein Gesuch für das Vorhaben eingereicht.
Seit Herbst 2025 laufen in Sennwald Windmessungen, die insgesamt rund eineinhalb Jahre dauern sollen. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass der Windpark jährlich etwa 25 Gigawattstunden Strom liefern und damit bis zu 5.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen könnte. Ob diese Werte erreicht werden, ist derzeit noch nicht gesichert.
In den kommenden zwei Jahren sollen weitere fachliche Grundlagen erarbeitet werden. Dazu gehört unter anderem die Umweltverträglichkeitsprüfung, die eine Voraussetzung für die weitere Genehmigung des Projekts ist.
Mehrstufiges Bewilligungsverfahren
Im Verfahren ist eine öffentliche Mitwirkung vorgesehen. Die Bevölkerung soll die Möglichkeit erhalten, Anliegen und Stellungnahmen einzubringen. Wird das Projekt als genehmigungsfähig eingestuft, folgt die öffentliche Auflage der Planungsunterlagen, einschließlich Umweltbericht und Baugesuch.
Nach der Prüfung möglicher Einsprachen entscheidet die Kantonsregierung des Kantons St. Gallen in einem Gesamtentscheid über den Sondernutzungsplan und die Baubewilligung für den Windpark. Mit dem Bau kann erst begonnen werden, wenn keine Rechtsmittel mehr anhängig sind.
Windkraft soll im Kanton St. Gallen vor allem im Winter einen Beitrag zur Stromversorgung leisten, insbesondere in Zeiten, in denen andere erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik weniger Ertrag bringen.








