Windhager schrumpft weiter: 50 Stellen fallen der Marktlage zum Opfer
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Heizungshersteller Windhager kündigt Abbau von 50 Stellen an

Der Heizungshersteller Windhager mit Sitz in Seekirchen im Flachgau wird 50 Stellen abbauen. Die Belegschaft ist am Donnerstagvormittag über bevorstehende Kündigungen informiert worden.

Die Kündigungen wurden beim Arbeitsmarktservice (AMS) angemeldet. Laut Unternehmensleitung ist die schwierige Marktsituation ein Grund für den Mitarbeiterabbau.

Geschäftsführer Andreas Weißenbacher spricht von einer sehr schwierigen Marktlage im Bereich Biomasseheizungen und Wärmepumpen. Der Markt für diese Produkte sei im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent zurückgegangen, im Bereich Biomasse im ersten Quartal des laufenden Jahres um 63 Prozent eingebrochen.

Weißenbacher bezeichnet den aktuellen Stellenabbau als unausweichlich. Die derzeitige Förderpolitik für Heizungstausche sei nach seiner Einschätzung nicht geschäftsfördernd.

Nach Unternehmensangaben erfolgt der Stellenabbau in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen. Er wird von einem Maßnahmenpaket begleitet, das als sozial verantwortungsvoll beschrieben wird. Ziel ist es demnach, die Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich abzufedern.

Windhager hatte im Jänner 2024 Insolvenz angemeldet. Diese wurde als größte Firmenpleite im Bundesland Salzburg in diesem Jahr bezeichnet. Ende Februar 2024 wurde das Unternehmen durch die Muttergesellschaft des Wasseraufbereiters BWT übernommen. In der Folge wurde die Zahl der Beschäftigten von rund 480 auf 360 reduziert.

Aktuell erwirtschaftet Windhager nach Angaben von Weißenbacher einen Umsatz von unter 100 Millionen Euro. In den besten Jahren hatte das Unternehmen demnach 168 Millionen Euro umgesetzt.