Neue Nachtkennzeichnung für Windräder in Niederösterreich
In Niederösterreich wird ab einem Montag ein Nationalratsbeschluss umgesetzt, wonach Windräder in der Nacht nur noch blinken, wenn sich ein Flugobjekt nähert. Ziel ist eine bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung der Anlagen.
Beim neuen EVN-Windpark Gnadendorf–Stronsdorf im Bezirk Mistelbach kommt diese Technik erstmals in Niederösterreich zum Einsatz. Der Windpark beginnt damit nicht mit rotem Dauerblinken.
Bedarfsgerechte Beleuchtung im Windpark Gnadendorf–Stronsdorf
Durch die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung wird beim EVN-Windpark Gnadendorf–Stronsdorf das Dauerblinken ausgesetzt. Die Beleuchtung bleibt dunkel, solange sich kein Flugzeug im definierten Schutzbereich befindet.
EVN-Vorstandsdirektor Stefan Stallinger bezeichnet die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung als wichtigen Baustein zur Stärkung der Akzeptanz der Bevölkerung für die Windkraft. Die EVN plant, alle bestehenden Windparks sukzessive auf dieses System umzustellen. Bei neuen Windrädern des Unternehmens soll die Technik sofort eingesetzt werden. Für ältere Windparks sind dazu wesentliche Anpassungen notwendig, um eine Verbindung zur Austro Control herstellen zu können.
Technische Lösung von Austro Control
Die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung wird durch eine technische Lösung der Austro Control ermöglicht. Das System nutzt unter anderem Radar- und Flugplandaten und stellt fest, ob sich Flugzeuge in der Nähe von Windrädern befinden.
Der Schutzbereich wird mit einem Abstand von mindestens acht Kilometern zum Hindernis definiert und durch eine Höhe von mindestens 600 Metern über dem höchsten Punkt des Hindernisses begrenzt. Befindet sich ein Flugzeug in diesem Bereich, wird die Beleuchtung der Windräder aktiviert. Außerhalb dieses Bereichs bleibt die Anlage dunkel.
Für Rettungs- und Einsatzflüge besteht die Möglichkeit einer Fernaktivierung der Beleuchtung. Im Bedarfsfall können diese Flüge die Beleuchtung über die jeweilige Leitstelle selbst einschalten.
Austro Control-Geschäftsführer Philipp Piber erklärte, das entwickelte System verbinde höchste Sicherheitsstandards mit einer deutlichen Verringerung der Lichtbelastung für die Bevölkerung.
Ausbau der Windkraft in Niederösterreich
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der der ÖVP angehört, erklärte, Niederösterreich werde durch Windkraft unabhängiger von Energieimporten und vom roten Dauerblinken. Er verwies auf den weiteren Ausbau der Windkraft im Bundesland.
Laut Pernkopf haben ÖVP und FPÖ 180 neue Windräder genehmigt. Bis 2030 will die EVN ihre installierte Windkraftleistung von aktuell 561 Megawatt auf 770 Megawatt erhöhen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








