Agrana übernimmt Aromahersteller esarom um 150 Millionen Euro

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Der börsennotierte Zuckerkonzern Agrana übernimmt den Aromahersteller esarom. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, liegen sämtliche notwendigen Beschlüsse der Leitungsorgane für die Transaktion vor. Agrana will jeweils 100 Prozent der Anteile an der esarom gmbh und der esarom holding gmbh erwerben. Der vereinbarte Unternehmenswert liegt bei rund 150 Millionen Euro.

Übernahme mit Abschluss im Geschäftsjahr 2027/28

Beide Zielunternehmen haben ihren Sitz in Oberrohrbach im Bezirk Korneuburg. esarom entwickelt und produziert Aromen, Grundstoffe, Pulver, Emulsionen, funktionale Mischungen und Stabilisatoren für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Das Unternehmen betreibt zwei Produktionsstandorte in Österreich und beschäftigt knapp 400 Mitarbeitende.

Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete esarom rund 112 Millionen Euro an Umsatzerlösen. Der Abschluss der Transaktion ist für den Beginn des Geschäftsjahres 2027/28 vorgesehen.

Aromen als Bestandteil industrieller Lebensmittelproduktion

Aromahersteller wie esarom beliefern grundsätzlich Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit Zutaten, die Geschmack, Textur oder Haltbarkeit von Produkten beeinflussen. Dazu zählen neben klassischen Aromen auch funktionale Mischungen, Pulver und Emulsionen, die etwa in Getränken, Süßwaren oder Fertigprodukten zum Einsatz kommen. Für Konzerne mit einem breiten Portfolio an Lebensmittelrohstoffen kann die Ergänzung um spezialisierte Aromenkompetenz die eigene Produktpalette erweitern und zusätzliche Wertschöpfungsstufen innerhalb der Lieferkette abdecken.

Agrana ist als börsennotierter Konzern in mehreren Geschäftsbereichen der Lebensmittelindustrie tätig, zu denen neben Zucker auch Stärke- und Fruchtprodukte zählen. Übernahmen wie die von esarom fügen sich in eine Strategie ein, bei der bestehende Geschäftsfelder um verwandte Produktbereiche ergänzt werden. Bei Unternehmenskäufen in dieser Größenordnung ist es üblich, dass vor dem endgültigen Vollzug regulatorische Prüfungen und weitere formale Schritte erforderlich sind, weshalb zwischen der Ankündigung einer Transaktion und ihrem tatsächlichen Abschluss regelmäßig ein längerer Zeitraum liegt.