APG sieht Stromnetz für Google-Rechenzentrum und Voestalpine-Öfen gerüstet – Netzgebühren steigen für alle Kunden

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Das Stromnetz in Oberösterreich verfügt nach Einschätzung des Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG) über ausreichend Kapazität, um mehrere neue Großverbraucher aufzunehmen. Bereits im kommenden Jahr 2027 gehen ein Google-Rechenzentrum in Kronstorf im Bezirk Linz-Land sowie der erste Lichtbogenofen der Voestalpine in Linz als neue große Stromabnehmer in Betrieb. Die dafür notwendige 220-kV-Leitung von Ernsthofen nach Linz wird laut APG rechtzeitig fertiggestellt.

Zusätzlicher Bedarf durch Rechenzentrum und Stahlproduktion

Google hat bereits angekündigt, das Rechenzentrum in Kronstorf in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Auch die Voestalpine plant zusätzliche Lichtbogenöfen. Beide Vorhaben bedeuten einen wachsenden Strombedarf in der Region, der nach Angaben der APG durch die geplanten Netzinfrastrukturen abgedeckt werden kann.

APG-Chef Gerhard Christiner erklärte, dass Österreich und Europa insgesamt mehr Stromerzeugung sowie stärkere Netze benötigen, um solche Entwicklungen langfristig bewältigen zu können. Die APG verfolgt dazu einen Netzausbauplan für die kommenden zehn Jahre und investiert dafür rund neun Milliarden Euro.

Steigende Netzgebühren für alle Kundinnen und Kunden

Mit dem Netzausbau steigen laut Christiner auch die Netzgebühren. Diese Kosten betreffen sämtliche Stromkundinnen und -kunden, unabhängig davon, ob sie selbst zusätzlichen Bedarf verursachen. Der Ausbau der Übertragungsnetze wird demnach über die allgemeinen Netzentgelte mitfinanziert.

Christiner verwies zudem auf die Situation bei der Wasserkraft. Heuer wurde wegen der Trockenheit ein Minus von 20 Prozent bei der Stromproduktion aus Wasserkraft verzeichnet. Wegen der geringeren heimischen Erzeugung musste zusätzlich Strom aus dem Ausland importiert werden. Der APG-Chef betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung erneuerbarer Energie aus Wasser-, Wind- und Sonnenkraft, um den Strompreis zu entlasten.

Übertragungsnetz als Rückgrat der Stromversorgung

Übertragungsnetzbetreiber wie die APG sind grundsätzlich für den Betrieb und Ausbau der Hochspannungsleitungen zuständig, über die große Strommengen zwischen Erzeugungsanlagen, Industriestandorten und regionalen Verteilnetzen transportiert werden. Wenn neue Großverbraucher wie Rechenzentren oder industrielle Anlagen entstehen, muss die vorhandene Netzkapazität regelmäßig überprüft und bei Bedarf durch neue Leitungen oder Umspannwerke erweitert werden.

Solche Ausbauprojekte erfordern in der Regel mehrjährige Planungs- und Genehmigungsverfahren, da unterschiedliche technische, rechtliche und regionale Interessen berücksichtigt werden müssen. Die Finanzierung erfolgt üblicherweise über Netzentgelte, die alle Stromkundinnen und -kunden über ihre Stromrechnung mittragen. Je umfangreicher der Ausbau des Netzes ausfällt, desto stärker wirkt sich dies grundsätzlich auf diese Gebühren aus.

Die Verfügbarkeit von Wasserkraft hängt zudem stark von den jeweiligen Niederschlags- und Wetterbedingungen eines Jahres ab. In Zeiten geringerer heimischer Erzeugung wird die Differenz üblicherweise durch Importe aus dem europäischen Verbundnetz ausgeglichen. Erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Sonnenkraft gelten dabei allgemein als wichtige Ergänzung, um Schwankungen bei der Wasserkraft auszugleichen und die Abhängigkeit von Importen sowie den Einfluss auf den Strompreis zu verringern.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.