Asta Energy investiert 17 Millionen Euro in Kupfer-Recyclinganlage in Niederösterreich

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Asta Energy Solutions AG investiert rund 17 Millionen Euro in eine neue Recyclinganlage für Kupfer im niederösterreichischen Oed im Bezirk Wiener Neustadt. Das börsennotierte Unternehmen, das sich mehrheitlich im Besitz des Industriellen Michael Tojner befindet, gab die Investition am Dienstag in einer Aussendung bekannt. Erste Maschinen für die Anlage sollen bereits 2026 bestellt werden, der Produktionsstart ist für Ende 2029 vorgesehen.

Neue Anlage in Oed als Teil einer größeren Strategie

Die Investition in Oed ist Teil der sogenannten „Low Carbon Copper“-Initiative, die Asta Energy Solutions im Rahmen ihres Börsengangs im Januar 2026 angekündigt hatte. Mit der neuen Anlage will das Unternehmen den Anteil von Recyclingkupfer in der eigenen Produktion bis zum Jahr 2030 auf 70 Prozent steigern. Der dafür benötigte Kupferschrott soll sowohl aus der eigenen Produktion als auch von Kunden und Lieferanten stammen. Entsprechende Vereinbarungen mit diesen Partnern werden nach Angaben des Unternehmens derzeit abgestimmt und sollen parallel zum schrittweisen Hochlauf der Anlage aufgebaut werden.

An der Spitze des Unternehmens stehen CEO Karl Schäcke und CFO Daniela Klauser. Asta Energy Solutions beschäftigt mehr als 1.400 Mitarbeitende und produziert spezielle Kupferkomponenten an sechs Standorten in Europa, Asien und Südamerika. Diese Komponenten kommen unter anderem in Hochspannungstransformatoren, Generatoren und Rechenzentren zum Einsatz.

Recyclingfähigkeit von Kupfer als wirtschaftlicher Faktor

Kupfer gilt als Metall, das sich beliebig oft recyceln lässt, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Diese Eigenschaft unterscheidet es von vielen anderen Werkstoffen und macht das Metall grundsätzlich für Kreislaufwirtschaftsmodelle attraktiv. Bereits heute stammt europaweit rund die Hälfte des verwendeten Kupfers aus Recyclingprozessen.

Für Unternehmen, die Kupferkomponenten in großem Maßstab herstellen, ergeben sich aus dem Recycling grundsätzlich mehrere Vorteile. Zum einen kann der Rückgriff auf Schrott aus eigener Produktion sowie von Kunden und Lieferanten helfen, Rohstoffketten unabhängiger von Primärkupfer aus dem Bergbau zu gestalten. Zum anderen wird die Verarbeitung von Recyclingmaterial im Vergleich zur Neugewinnung von Kupfererz üblicherweise als energieärmer eingestuft, da für Recyclingkupfer keine vollständige Aufbereitung aus dem Erz erforderlich ist. Gerade in Branchen, die auf Hochspannungstechnik, Energieerzeugung oder digitale Infrastruktur wie Rechenzentren angewiesen sind, wächst die Nachfrage nach Kupferkomponenten kontinuierlich, was den Aufbau eigener Recyclingkapazitäten für Hersteller zunehmend relevant macht.

Der Aufbau einer neuen industriellen Recyclinganlage erfordert in der Regel einen mehrjährigen Vorlauf. Nach der Investitionsentscheidung folgen üblicherweise die Planung und Bestellung der benötigten Maschinen, bevor die Anlage errichtet und in Betrieb genommen werden kann. Der im Fall von Oed vorgesehene Zeitraum zwischen erster Maschinenbestellung im Jahr 2026 und geplantem Produktionsstart Ende 2029 entspricht einem Zeithorizont, wie er bei vergleichbaren Industrieprojekten im Bereich der Metallverarbeitung nicht unüblich ist.