Berglandmilch plant Übernahme der obersteirischen Molkerei in Knittelfeld

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Österreichs größte Molkerei, die Berglandmilch mit Sitz in Wels, plant die Übernahme des Molkereigeschäfts der obersteirischen Molkerei in Knittelfeld. Die Bundeswettbewerbsbehörde bestätigte gegenüber dem ORF, dass sich ein entsprechender Zusammenschluss anbahnt. Eine offizielle Anmeldung des Deals liegt der Behörde bislang jedoch nicht vor.

Fusionsgespräche zwischen den beiden Molkereien

Laut Bundeswettbewerbsbehörde haben die beiden Unternehmen bereits einmal wegen des möglichen Zusammenschlusses angefragt. Die obersteirische Molkerei informierte nach Berichten von Agrar-Medien ihre Mitglieder darüber, dass man in Fusionsgespräche mit der Berglandmilch eintrete. Eine formelle Anmeldung des Zusammenschlusses bei der zuständigen Behörde ist damit noch nicht erfolgt.

Die obersteirische Molkerei mit Sitz in Knittelfeld verarbeitet nach Angaben des Mediums Agrar-heute fünf Prozent der österreichischen Milch und zählt mehr als 1.100 Lieferanten. Die Berglandmilch ist mit mehr als 8.000 Lieferanten die größte Molkerei Österreichs. Die Bundeswettbewerbsbehörde geht davon aus, den geplanten Zusammenschluss prüfen zu müssen, sobald eine offizielle Anmeldung vorliegt.

Prüfung von Zusammenschlüssen durch die Wettbewerbsbehörde

Grundsätzlich müssen Unternehmenszusammenschlüsse ab bestimmten Umsatzschwellen in Österreich bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet werden, bevor sie vollzogen werden dürfen. Die Behörde prüft dabei, ob durch den Zusammenschluss eine marktbeherrschende Stellung entstehen oder verstärkt werden könnte. Bei Auffälligkeiten kann ein vertieftes Prüfverfahren vor dem Kartellgericht eingeleitet werden, in dem die Auswirkungen auf Wettbewerb, Lieferanten und Konsumenten genauer untersucht werden.

In der Milchwirtschaft spielen solche Verfahren eine besondere Rolle, weil Molkereien meist genossenschaftlich organisiert sind und in engem Verhältnis zu ihren landwirtschaftlichen Lieferanten stehen. Ein Zusammenschluss kann dabei nicht nur den Markt für verarbeitete Milchprodukte betreffen, sondern auch die Verhandlungsposition der Milchbäuerinnen und Milchbauern gegenüber der übernehmenden Molkerei. Deshalb prüfen Wettbewerbsbehörden bei solchen Vorhaben in der Regel sowohl die Marktstellung auf der Absatzseite als auch mögliche Auswirkungen auf den Einkaufs- beziehungsweise Beschaffungsmarkt für Rohmilch.

Die österreichische Milchwirtschaft ist seit Jahren von einem Strukturwandel geprägt, bei dem sich kleinere Molkereien und Genossenschaften zunehmend größeren Verbünden anschließen oder mit ihnen fusionieren. Solche Zusammenschlüsse werden häufig mit Kosteneinsparungen bei Verarbeitung, Logistik und Vertrieb begründet. Ob und in welchem Umfang sich die Berglandmilch durch eine mögliche Übernahme der obersteirischen Molkerei vergrößern würde, ist derzeit nicht beziffert.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.