CloudHQ plant 200-Megawatt-Rechenzentrum in Leopoldsdorf ab 2027

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Rechenzentrum von CloudHQ in Leopoldsdorf geplant

In Leopoldsdorf südlich der Wiener Stadtgrenze soll ab 2027 ein Rechenzentrum entstehen. Hinter dem Projekt steht der US-Konzern CloudHQ, der in einem Industriegebiet der Gemeinde eine entsprechende Anlage errichten will.

Im Endausbau soll das Rechenzentrum mit drei Gebäuden eine Anschlussleistung von gut 200 Megawatt erreichen. In einer ersten Ausbaustufe sind 70 Megawatt vorgesehen. Andreas Graf-Matzner ist bei CloudHQ für die Expansion nach Österreich zuständig.

Bau, Betrieb und Kühlung

CloudHQ übernimmt Bau und Instandhaltung des Rechenzentrums, die Rechenleistung soll vermietet werden. Gekühlt werden soll die Anlage mit einem geschlossenen Wasserkreislauf. Zum Vergleich: Das Google-Rechenzentrum in Kronstorf verfügt über eine Bandbreite von 150 bis 500 Megawatt.

CloudHQ zahlt neun Millionen Euro an die Gemeinde Leopoldsdorf. Das Geld ist unter anderem für den Kanalanschluss und ein neues Naherholungsgebiet vorgesehen. Bürgermeister Fritz Blasnek (ÖVP) bestätigte, dass die Gemeinde hinter dem Projekt steht. CloudHQ spricht von 150 Vollzeitstellen, die durch die Anlage entstehen sollen.

Fehlende Gutachten

Die Grünen in der benachbarten Gemeinde Maria Lanzendorf kritisieren, dass Gutachten zu Schall- und Wärmeemissionen fehlen. CloudHQ-Manager Graf-Matzner bestätigte, dass diese Gutachten bislang nicht vorliegen, und begründete dies damit, dass der entsprechende Prozess noch nicht angestoßen worden sei. Der Baubeginn ist für 2027 geplant. Seit Anfang Juni gelten in Niederösterreich neue Regeln für den Bau von Rechenzentren.

Weitere Rechenzentren und Strombedarf

Laut Unternehmensangaben sollen in Schwechat, Achau und Vösendorf die Rechenzentren der Microsoft Cloud Region Österreich entstehen. Microsoft deckt den eigenen Stromverbrauch zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie und greift in Österreich auf Wasserkraft aus den Kraftwerken Mayrhofen/Tuxbach und Freudenau zurück.

Gerhard Christiner von der Austrian Power Grid (APG) verweist darauf, dass bei APG derzeit 2.500 Megawatt an Rechenzentrumsleistung angefragt sind. Zum Vergleich: Ein neuer, strombetriebener Ofen der Voest benötigt etwa 150 Megawatt. Die geplante Wasserstoffproduktion der OMV in Bruck an der Leitha erfordert einen ähnlich hohen Strombedarf wie der Voest-Ofen.

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